1. FC Nürnberg

Köllner und Bornemann: Zukunft bleibt offen

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Seit 15 Bundesligaspielen wartet der 1. FC Nürnberg auf einen Sieg, nach der 0:2-Niederlage im Kellerduell bei Hannover 96 stehen die Franken wieder auf dem letzten Tabellenplatz. Sowohl Trainer Michael Köllner, als auch Sportvorstand Andreas Bornemann stehen intern immer schärfer in der Kritik.

Am Sonntag hat der Aufsichtsrat lange und kontrovers über die Zukunft von Michael Köllner diskutiert, ist nach kicker-Informationen aber nicht zu einer endgültigen Entscheidung gekommen. Die Zweifel am Trainer sind sind gewachsen, er hat sich durch teilweise merkwürdige Aufstellungen und Analysen anfechtbar gemacht. Allerdings ist die Macht des Aufsichtsrats in dieser Hinsicht eingeschränkt, schließlich müssen die Vorstände einem Wechsel auf dieser entscheidenden Position zustimmen.

Bornemann in der Kritik

Andreas Bornemann hat allerdings betont, dass Köllner nicht zur Disposition stehe. Doch wie lange darf er noch weitermachen? Statt die Begegnung in Hannover öffentlich kritisch aufzuarbeiten, nahm der Sportvorstand wieder einmal die Opfer-Rolle ein. So sei die – völlig korrekte – Rote Karte gegen Simon Rhein ein „Fehler“ gewesen, der eine „Bombenmannschaft“ um den Lohn gebracht hätte. Die Diskussion rund um den Club bezeichnete er als „Eindreschen“, Kritik wird von Bornemann kaum angenommen.

Noch sind nur Teile des Aufsichtsrats kritisch

Er ist nach diesem erneut sehr unglücklichem Auftritt auch nicht mehr unumstritten in Nürnberg. Auch bei Teilen des Aufsichtsrat hat sein Ansehen gelitten, allerdings ist der Ruf nach einem radikalen Schnitt offenbar (noch) nicht mehrheitsfähig. Spannend wird die Frage, wenn sich die Mehrheit gegen Köllner aussprechen und Bornemann dennoch an diesem festhalten sollte. Dann könnte es zu einem Machtkampf kommen – und den kann der in der tiefen Krise steckende Aufsteiger nicht gebrauchen.

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