1. FC Nürnberg

Köllner: Abstiegskampf für Teams wie Nürnberg „nahezu aussichtslose Situation“

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Der 1.FC Nürnberg überwintert als Schlusslicht der Bundesliga. Mit lediglich elf Zählern nach der Hinrunde und einem Torverhältnis von -24 stehen die Zeichen für den Aufsteiger auf die sofortige Rückkehr in Liga zwei. Für Michael Köllner käme das nicht unerwartet. Der Trainer der Franken geht realistisch an die Sache heran.

„Nach vier Jahren in der 2. Liga ist das Bestehen in der Bundesliga ein Spagat, der eigentlich nur noch mit frischem Geld von dritter Seite zu bewerkstelligen ist“, so der 49-Jährige gegenüber Sport Bild. „Für Vereine, die ausschließlich mit eigenen Mitteln weiterarbeiten, ist es nahezu eine aussichtslose Situation.“ Die Flinte will er deshalb zwar nicht ins Korn werfen. Aber Köllner weiß genau, dass der Klassenerhalt ein sehr schweres Unterfangen wird. „Wenn wir bis zum 34. Spieltag noch um etwas spielen dürfen, ist es eine gute Rückrunde.“

„Alles noch nicht gut genug“

Die sportlichen Probleme des Club sind vielschichtig. 14 eigene Tore sind nach dem VfB Stuttgart der schlechteste Wert der Liga. 38 Gegentore bedeuten außerdem die löchrigste Defensive. Nur am 4. und 6. Spieltag gelangen Siege gegen die direkte Konkurrenz, Hannover 96 und Fortuna Düsseldorf. „Unter anderem brauchen wir bessere Standards, wir müssen besser pressen, brauchen ein besseres Verteidigungsverhalten“, so Köllner. „Das ist alles noch nicht gut genug, um in der Bundesliga konstant zu punkten.“ Helfen würden sicherlich Neuzugänge, mit denen rechnet er aber nicht.

Er rechnet nicht mit Neuen

„Die Spieler, die uns weiterhelfen könnten, sind einfach zu teuer für uns“, weiß Köllner. „Wenn wir jemanden
finden, ist das toll. Realistisch ist aber, dass keiner kommt.“ Es sei die Aufgabe des Trainerteams, das vorhandene Personal besser zu machen. Zu diesem Zweck wählte der Oberpfälzer für das Trainingslager in Benahavis (Spanien) ein kleines Teamhotel. „Unser Fokus liegt darauf, die Gruppe zu stärken. Das wird ein entscheidender Faktor für die Rückrunde.“ Ob das für das gefühlt notwendige Wunder reichen wird, bleibt allerdings abzuwarten.

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