2. Bundesliga

Knoll: Warum er seine St.-Pauli-Kollegen vor HSV-Derby bremsen will

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Der FC St. Pauli hat am Freitag seine Talfahrt mit einem 1:0-Sieg beim FC Ingolstadt beendet. Am heutigen Mittwoch geht es gegen den SC Paderborn. Das Derby beim Hamburger SV überstrahlt aber alles. Besonders gefragt sind deshalb Führungsspieler wie Marvin Knoll.

„Wichtig ist, dass man in einem solchen Spiel die Emotionen unter Kontrolle hat“, so der 27-Jährige im Interview mit Sport Bild. Es sei unbedingt zu vermeiden, nach wenigen Minuten wegen zu großer Motivation in Unterzahl zu geraten. „Insofern gilt es für mich eher, einige Mitspieler vor Anpfiff zu bremsen anstatt sie anzuspornen.“ Der Verteidiger gab gleichwohl zu, dass es auch in ihm beim Gedanken an das erste Hamburger Derby kribbele. Der Neuzugang von Jahn Regensburg kennt die besondere Atmosphäre bei Lokalduellen aus seiner Zeit bei Hertha BSC. Mit der Alten Dame traf er zwischen 2011 und 2013 dreimal auf Union Berlin, kam allerdings nie selbst zum Einsatz.

Knoll fand HSV-Abstieg verdient

Den Gegner vom Sonntag hat Knoll schon genau unter die Lupe genommen. Sogar vor seinem Wechsel an das Millerntor. „In der vergangenen Saison war es verdient, dass sie abgestiegen sind“, so sein Urteil. Aus eigener Erfahrung wisse er aber, dass ein Abstieg auch positive Effekte haben kann. Nach der Saison 2014/15 stieg er mit Regensburg aus der 3. Liga ab. „Das kann auch viel Energie freisetzen, wenn es einfach mal wieder bei null losgeht“, so Knoll. Bei den Donaustädtern funktionierte es. Binnen zweier Jahre gelang der Durchmarsch in die 2. Bundesliga. „Wenn der HSV das nutzen kann, haben sie gute Möglichkeiten, sich wieder ein besseres Image zu erarbeiten“, sieht der gebürtige Berliner auch für den Lokalrivalen Licht am Ende des Tunnels. Für den Defensivspezialisten gehören grundsätzlich beide Hamburger Klubs in die Bundesliga.

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