England

Klopp oder Tuchel als Löw-Nachfolger? Grindel tritt auf die Bremse

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Mit Jürgen Klopp vom FC Liverpool und Thomas Tuchel von Paris Saint-Germain führen zwei deutsche Trainer souverän ihre Ligen an. Die beiden ehemaligen Coachs von Borussia Dortmund gelten dadurch als potenzielle Nachfolger von Joachim Löw bei der DFB-Auswahl. Reinhard Grindel tritt allerdings entschieden auf die Bremse.

„Die Aufgabe des Bundestrainers unterscheidet sich fundamental von der eines Trainers bei einer deutschen
oder europäischen Spitzenmannschaft“, gibt der DFB-Präsident gegenüber Sport Bild zu bedenken. „Es gibt viele Trainer, die die tägliche Arbeit mit ihren Spielern wollen.“ Zwar freue er sich über den Erfolg der beiden bei internationalen Spitzenklubs, aber er habe noch nie Gespräche mit ihnen geführt, ob sie die Aufgabe bei einer Nationalmannschaft überhaupt anstreben. „Das ist alles gar kein Thema“, versichert Grindel zudem. Schließlich hat Löw vor der desaströsen Weltmeisterschaft in Russland bis 2022 verlängert.

Überzeugt vom Umbruch

Trotz des historischen Ausscheidens in der Vorrunde hält der 57-Jährige den Vorgang nicht für einen Fehler. „Wir haben heute genau die gleiche Überzeugung wie vor der WM: dass Jogi Löw von seiner fachlichen und sozialen Kompetenz her alles mitbringt, um den Umbruch zu gestalten.“ Grindel sieht entsprechende Umbauarbeiten im Kader auf dem richtigen Weg, fordert aber eine kontinuierliche Weiterentwicklung im Lauf der Qualifikation zur Europameisterschaft 2020.

Keine Spekulationen um Löw

Einen Automatismus für eine neuerliche Vertragsverlängerung mit Löw sieht Grindel derweil nicht. Vor der WM sei es das Ziel gewesen, „für Planungssicherheit und Ruhe“ zu sorgen. „Da wäre es völlig unklug, durch eigene Spekulationen an diesem Zustand etwas zu ändern.“ Für den ehemaligen Bundestags-Abgeordneten (CDU) steht im September die eigene Zukunft auf dem Prüfstand. Grindel tritt zur Wiederwahl als Präsident des größten Einzelsportverbandes der Welt an.

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