Bundesliga

Klinsmann: VfB vor dem „Überlebenskampf“

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Der VfB Stuttgart trifft am Samstagabend auswärts auf die TSG Hoffenheim. Der Tabellen-17. will im zweiten Spiel unter Neu-Trainer Markus Weinzierl die ersten Punkte einfahren. Klub-Legende Jürgen Klinsmann sieht schwere Zeiten auf die Schwaben zukommen.

„Jetzt müssen dringend Punkte her“, so der ehemalige Bundestrainer im Interview mit den Stuttgarter Nachrichten. „Denn wenn man länger unten drin hängt, wird es Überlebenskampf pur.“ Dann gehe es nicht mehr um die Art, wie eine Mannschaft Fußball spielt. Sondern einzig darum, irgendwie auf die nötigen Punkte zu kommen. „Der VfB hat keine Zeit mehr zu verlieren!“, urteilt Klinsmann. Vom extrem schwachen Saisonstart seines Ex-Klubs zeigt er sich derweil durchaus überrascht.

VfB „eigentlich gut genug für die ersten Acht“

„Die Mannschaft erscheint mir eigentlich gut genug, um unter den ersten Acht zu spielen“, so Klinsmann. Da schwingt freilich im Unterton mit, dass die Kaderplanung nicht für den Abstiegskampf ausgerichtet war. Grundsätzlich sieht der 54-Jährige die Entwicklung des VfB aber positiv. Der Verein stehe inzwischen auf einem Fundament, das in naher Zukunft europäischen Fußball ermöglichen sollte. Einen Wunsch hat Klinsmann aber: Die eigene Jugend soll wieder stärker in den Vordergrund rücken.

Junge Wilde gesucht

„Es gehört zur Identität des Vereins, der Ausbildung den Vorrang zu geben, auf den eigenen Nachwuchs zu setzen“, so der frühere VfB-Stürmer. „Wir alle wünschen uns wieder junge Wilde beim VfB, die durch erfahrene Spieler von außen ergänzt werden, die diese Philosophie mittragen.“ Der Ex-Kapitän der Nationalmannschaft gehörte einst selbst zu den jungen Wilden, die in Stuttgart den Durchbruch schafften. Für die Schwaben erzielte Klinsmann in 186 Pflichtspielen 94 Treffer, ehe er 1989 für die damals horrende Ablösesumme von sechseinhalb Millionen Euro zu Inter Mailand wechselte.

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