Bundesliga

Klinsmann: Olympiastadion kostet Hertha „sechs, acht Punkte“ pro Saison

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Seit Jonathan Klinsmann, Sohn von Jürgen Klinsmann, bei Hertha BSC spielt, schaut der ehemalige Bundestrainer besonders auf den Haupstadt-Klub. In einer wichtigen Zukunftsfrage hat er eine klare Meinung. Hertha möchte bis 2025 in einem reinen Fußballstadion spielen, die Entscheidung über Neubau oder einen Umbau des Olympiastadions soll bis Ende des Monats fallen.

„Dieses Stadion hat ganz viel Flair, wenn es voll ist“, so der 53-Jährige. „Aber am normalen Samstagnachmittag vor 40 000 und mit der Laufbahn, da geht Stimmung verloren. Das kostet dich im Jahr sechs, acht Punkte in den Heimspielen.“ Einen Umbau hielte er für einen faulen Kompromiss. Sein Wunsch für die „alte Dame“ wäre ein „kleines Juwel mit 50 000 bis 60 000 Plätzen“ auf einem Areal neben dem altehrwührdigen Olympiastadion. „Wenn dann die Ostkurve loslegt, kocht der Kessel.“

Kritik am Sohn berechtigt

Ob sein Sohn irgendwann in einem neuen Berliner Stadion aufläuft steht derweil in den Sternen. Der Torhüter sah sich zuletzt heftiger Kritik seines Torwarttrainers Zsolt Petry ausgesetzt. „Jonathan muss lauter werden auf dem Platz, mehr Persönlichkeit zeigen, mehr coachen“, sagt Klinsmann dazu. „Aber das weiß er selbst, und das wird kommen.“ Für seinen Sohn sei es eine wichtige und lehrreiche Phase. „Er ist in eine andere Welt gekommen. Das braucht Zeit, aber er will es und saugt alles auf. Er ist in den neun Monaten zum Mann und körperlich viel stabiler geworden.“

Wanderjahre

Der ehemalige Stürmer von internationalem Format kann sich vorstellen, dass sein Sohn „irgendwann auf Wanderjahre“ gehen muss. Das hängt wohl auch von der Planung der Hertha ab. Der Verein stecke in einer spannenden Situation, da aus dem Nachwuchs-Bereich viele Talente nach oben drängten. „Hertha muss entscheiden: Geht man auf Sicherheit und nimmt ein paar Ältere noch länger mit oder lässt man die Jungen von der Leine?“ Sohn Jonathan, 21, feierte im Dezember in der Europa League gegen FK Östersunds sein Profi-Debüt, parierte beim 1:1 spät einen Strafstoß.

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