2. Bundesliga

Kinsombi will Auswärtsschwäche des HSV „nicht an die große Glocke hängen“

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Der Hamburger SV spielt am heutigen Samstag in der letzten Partie vor der Länderspielpause bei Holstein Kiel. Die Störche gewannen in der vergangenen Saison beide Aufeinandertreffen mit den Rothosen. David Kinsombi hat im Sommer die Seiten gewechselt. Von einer eklatanten Auswärtsschwäche will er vor der Rückkehr an die Förde nichts wissen.

„Ich würde das nicht an die große Glocke hängen“, so der Mittelfeldmann bei HSV-TV. „Es ist nicht davon auszugehen, dass wir jeden Gegner in Grund und Boden spielen und immer die Punkte mitnehmen. Das ist von keiner Mannschaft in dieser Liga zu erwarten.“ Den letzten Sieg auf fremdem Platz errang der HSV im August beim Karlsruher SC. Seither ging das Stadtderby beim FC St. Pauli verloren, gegen Jahn Regensburg, Arminia Bielefeld und den SV Wehen Wiesbaden setzte es Unentschieden.

Motivation gegen den HSV bei Kiel „sehr, sehr hoch“

„Dass wir die Punkte in Wiesbaden haben liegen lassen war ärgerlich für uns“, sagt Kinsombi. „Es war ein unglücklicher Spielverlauf am Ende.“ Der Neuzugang hatte gegen seinen Ex-Klub die Führung erzielt, im Anschluss vergab das Team von Dieter Hecking viele Chancen, den Sack zuzumachen. Es rächte sich in der Nachspielzeit mit der ersten gefährlichen Aktion des Aufsteigers. Die Aufarbeitung der Partie sei aber gut gelungen, versichert Kinsombi. Dennoch warnt er vor der besonderen Atmosphäre bei der KSV Holstein. „Die Motivation war bei uns sehr, sehr hoch“, erinnert er die Spiele gegen den Hamburger SV in der Vorsaison.

Kein Jubelverbot bei Torerfolg

„Sie werden sich denken: ‚Die großen Hamburger, die ärgern wir.'“, so Kinsombi. „Da liegt es an uns, genauso fokussiert und gallig ins Spiel zu gehen.“ Der 23-Jährige erteilt sich für die Partie derweil kein Jubelverbot, weil er zwei Jahre für Kiel gespielt hat. „Wenn man sich ein Trikot anzieht und mit den Mitspielern 90 Minuten auf dem Platz ackert, sollte man sich auch darüber freuen dürfen, wenn man ein Tor geschossen hat.“ Schon in Wiesbaden hatte er seinen zweiten Pflichtspieltreffer für den HSV gefeiert, obwohl der Aufsteiger gar sein Jugendklub war.

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