Bundesliga

Kimmich: Keine Angst, Kommandos an die Bayern-Granden zu geben

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Der FC Bayern hat am Dienstagabend erstmals in dieser Saison Punkte liegen lassen. Im Kontext der gesamten Spielzeit dürfte ein 1:1 gegen den FC Augsburg zu verschmerzen sein. Doch Joshua Kimmich gibt sich mit nichts außer dem Optimum zufrieden.

„Ich will immer gewinnen, ich weiß aber, dass man alleine keine Spiele gewinnt“, so der 23-Jährige im Interview mit Eurosport. „Deswegen ist es auch wichtig, die anderen mitzuziehen.“ In seiner vierten Saison bei den Münchnern und als absoluter Stammspieler sowohl bei den Bayern als auch in der Nationalmannschaft läge ein Führungsanspruch durchaus nahe. Er sei aber nicht in die Spielzeit gegangen, um dieses Ziel zu verfolgen. Vielmehr gehe es darum, sich über Leistungen zu definieren. „Sonst machst du dich auch angreifbar, wenn du anderen ein Kommando gibst oder versuchst, etwas zu sagen. Auf dem Platz sollte man mit jedem auf Augenhöhe agieren. Man sollte nicht Angst davor haben, einem Jerome Boateng oder Thomas Müller etwas sagen zu wollen.“

„Vielleicht noch gieriger“

Er selbst habe jedenfalls kein Problem damit, „Arjen Robben mal nach hinten zu holen, oder ihm ein Kommando zu geben“, so Kimmich. Es sei für die Mannschaft des Rekordmeisters wichtig, dass sich die Spieler ehrlich austauschen können. Egal ob auf oder neben dem Feld. Besondere Motivation schöpft der Rechtsverteidiger derweil aus dem Ende der vergangenen Spielzeit, mit dem Ausscheiden in der Champions League, dem verlorenen DFB-Pokalfinale und der verkorksten Weltmeisterschaft. „Im Misserfolg lernt man noch mehr, den Erfolg zu schätzen und wird vielleicht noch gieriger und will noch mehr“, so Kimmich. Der gebürtige Rottweiler wechselte im Sommer 2015 an die Isar. Seitdem hat er bereits 131 Pflichtspiele für die Bayern bestritten.

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