2. Bundesliga

Kiel will mit einem Sieg gegen Sandhausen in die obere Tabellenhälfte

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Sowohl Holstein Kiel als auch der SV Sandhausen wollen aktuell nicht wirklich vom Fleck kommen. Beide Mannschaften könnten einen Sieg im direkten Aufeinandertreffen am Samstagmittag (13.00 Uhr) gut gebrauchen, um sich abzusetzen.

Acht Punkte trennen Holstein Kiel und den SV Sandhausen aktuell, das macht in der Tabelle fünf Plätze Unterschied. Während die Kieler Störche angenehm im Tabellenmittelfeld stehen, befinden sich die Sandhäuser seit Saisonbeginn in echter Abstiegsangst.

Kiel will seine Heimbilanz ausbauen

Die positive Nachricht der letzten Wochen: Kiel ist seit vier Ligaspielen ungeschlagen. Die eher schlechte: es war nur ein Sieg dabei, ansonsten nur Unentschieden. Zuletzt gab es eine spektakuläre Punkteteilung mit dem SC Paderborn, die mit 4:4 endete. Gegen die schwächelnden Gäste aus Sandhausen soll daher unbedingt wieder ein Sieg her. Mut macht die sehr starke Heimbilanz der Störche, die in bislang sieben Heimpartien noch ungeschlagen sind. „Ich bin mir sicher, dass wir die Punkte in Kiel behalten werden“, zeigte sich Holstein-Torwart Kenneth Kronholm dementsprechend selbstbewusst.

Mehr Stabilität bei Kiel gefordert

Damit das angestrebte Ziel klappen kann, ist eine sicherere Defensive gefragt. „Die letzten Spiele haben wir einfach zu viele Gegentore bekommen“, führt Kronholm kurz aus. In Zahlen: in 13 Ligapartien musste der Däne bereits 21 Mal hinter sich greifen, nur drei Ligakonkurrenten haben eine schlechtere Statistik vorzuweisen. „Wir hatten sehr gute Trainingstage, die Jungs sind gut erholt und gleichzeitig gut in Tritt. Sie sind wach im Kopf, und die Stimmung ist super“, berichtete Kiels Trainer Tim Walter. Gute Grundvoraussetzungen also, um einen Sieg einzufahren. Sollten gegen Sandhausen drei Punkte herausspringen, könnten die Hanseaten erstmals seit dem achten Spieltag wieder einen einstelligen Tabellenplatz belegen. Außer Aaron Seydel (Fersenreizung) und Steve Lewerenz (Rückenprobleme) stehen Walter sämtliche Spieler zur Verfügung, da Abwehrchef Dominik Schmidt nach Wadenproblemen zurückkehren wird.

Sandhausen hat die Länderspielpause genutzt

Eine Serie an ungeschlagenen Spielen kann der SV Sandhausen nicht vorweisen, tatsächlich gab es aus den letzten drei Partien nur zwei Punkte zu holen. Im vergangenen Spiel trennte man sich mit 0:0 vom MSV Duisburg. Zu wenig für die Baden-Württemberger, die sich vor Beginn des Spieltags punktgleich mit dem MSV Duisburg Platz 15 und 16 der Tabelle teilten, nur zwei Punkte vor Schlusslicht Ingolstadt. Es braucht also neuen Aufschwung für die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat. „Wir haben ohne den Druck eines Zweitliga-Spieltags viel mit Videoanalysen gearbeitet und wollten in den Trainingseinheiten an unserer Spielidee feilen. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden“, erklärte der SVS-Coach.

Es braucht mehr Torgefahr

Die modifizierte Spielidee der Sandhäuser wird notwendige neue Offensivkraft enthalten, denn in den letzten drei Pflichtspielen gelang nur ein einziger Treffer. „Sie sind sehr konterstark, darauf müssen wir Acht geben“, warnte Kiels Trainer Walter dennoch vor der Partie. So ist auch Sandhausens Koschinat davon überzeugt, „dass wir in Kiel ein sehr starkes Spiel abliefern und etwas mitnehmen werden. Wir haben die absolute Gier, auf dem Punktgewinn gegen den MSV Duisburg aufzubauen.“ Es wäre auch dringend nötig, um sich von den Abstiegsrängen abzusetzen. Sandhausen wird auf Innenverteidiger Tim Knipping verzichten müssen, der verletzungsbedingt erst Anfang kommenden Jahres wieder mitwirken kann.

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