1. FC Nürnberg

Keller: Neue Stabilität „die Basis des Erfolgs“

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Der 1.FC Nürnberg hat sich zuletzt durch zwei Siege ohne Gegentor im Abstiegskampf der 2. Bundesliga wichtige Luft verschafft. Nimmt man die letzte Partie vor der Winterpause hinzu, sind es sogar drei Zu-Null-Siege aus vier Spielen. Jens Keller sieht in einer neu gefundenen Stabilität große Bedeutung.

„Die Basis des Erfolgs ist immer, defensiv gut zu stehen. Ich habe immer gesagt, dass wir vorne mit unserer Qualität in der Lage sind, Tore zu schießen“, so der Chefcoach auf der Spieltagspressekonferenz vor der Partie beim 1.FC Heidenheim am Freitagabend. „Wichtig ist, dass wir gegen den Ball konzentriert und gut arbeiten.“ Dies sei zuletzt auf hohem Niveau gelungen. Nur zum Auftakt ins Spieljahr 2020 setzte es beim Hamburger SV gleich vier Gegentreffer.

Lob und Ansporn für Nürnberger

Eine Reaktion auf diese Enttäuschung seitens Keller bestand darin, Linksverteidiger Fabian Nürnberger im defensiven Mittelfeld aufzubieten. Der 20-Jährige hat sich inzwischen durchaus festgespielt. „Er läuft durch seine Dynamik viele Räume zu“, lobt Keller. Zwar sei im Offensivspiel „noch viel Luft nach oben“, aber die Einsatzfreude des gebürtigen Hamburgers macht derzeit aus Sicht des Trainers durchaus einen Unterschied. „Er konzentriert sich auf die Defensivarbeit, aber seine fußballerische Qualität ist richtig gut.“ Nürnberger darf sich also wohl auch in Heidenheim auf eine Nominierung in der Startelf einstellen.

„Alles kein Selbstläufer“

Keller erwartet von seiner Mannschaft derweil, dass sie zwar selbstbewusst, nicht aber überheblich ins Spiel geht. Dafür gibt es freilich auch keinen großen Anlass. Die beiden jüngsten Siege haben den FCN schließlich nur auf Rang 13 gespült, vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz sind kein beruhigendes Polster. „Selbstvertrauen und Überheblichkeit können ganz eng beieinander sein. Es ist alles kein Selbstläufer, die Siege haben wir durch harte Arbeit geholt“, mahnt Keller. Gleichzeitig freue er sich aber natürlich darüber, dass wieder mehr Leichtigkeit zurückgekehrt sei. „Wenn man nicht mehr so im Kopf ist, sondern aus Gefühlen handelt“, formuliert der Trainer, gelängen die Dinge „ganz anders“.

About Lars Pollmann

Lars Pollmann begann sein Autorendasein als englischsprachiger Blogger (Bleacher Report, Yellowwallpod). Seit 2018 zählt er zur Redaktion von fussball.news. Seine Leidenschaft gehört darüber hinaus dem italienischen Fußball (vor allem Inter Mailand) sowie dem Radsport.

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