Borussia Dortmund

Kehl über Training in der Coronakrise: „Eine Art Vorbereitung ohne Testspielgegner“

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Nordrhein-Westfalen hat es in der Corona-Pandemie bisher besonders erwischt. Es gilt seit Sonntagnacht eine Reihe von Vorschriften, die den zwischenmenschlichen Kontakt auf ein absolut nötiges Mindestmaß reduzieren soll. Davon sind auch die Profis von Borussia Dortmund betroffen.

Der Klub bietet laut Bild-Zeitung aktuell ein Training in Kleinstgruppen an. So darf unter anderem wohl stets nur ein einzelner Spieler im Kraftraum mit Geräten trainieren, auf dem Platz seien es gleichzeitig maximal drei Spieler und ein Trainer. Es handelt sich dem Boulevardblatt zufolge um ein freiwilliges Angebot, das sich aber einer regen Nachfrage erfreue. „Diese Trainingsarbeit ersetzt natürlich kein Mannschaftstraining und schon gar nicht den Wettkampf“, sagt nun Sebastian Kehl gegenüber der Funke Mediengruppe. „Wir befinden uns in einer Art Vorbereitung, jedoch ohne Testspielgegner.“

„Müssen die Spannung wieder hochfahren“

Der Lizenzspielerleiter wartet wie so viele Sportler und Fans auf belastbare Informationen, wann es wie weitergehen kann. „Wenn ein Spieltermin irgendwann absehbar ist, müssen wir die Spannung wieder hochfahren“, so der langjährige BVB-Kapitän. „Wir alle spüren, dass sich die Jungs bewegen wollen, dass sie gerne ihrem Beruf nachgehen wollen“, sagt Kehl. Freilich erkennt er an, dass dies für viele Berufsgruppen gelte und der Fußball in der gesamtgesellschaftlichen Situation eher eine untergeordnete Rolle spielt.

„Alle versuchen, ihrer Verantwortung gerecht zu werden“

Auch bei den Spielern sei die Pandemie das absolut führende Thema. Sportliche Belange rücken verständlicherweise in den Hintergrund. „Alle versuchen, sich sensibel zu bewegen, sich zu schützen und ihrer Verantwortung gegenüber der Familie, dem Arbeitgeber und der Gesellschaft gerecht zu werden“, berichtet Kehl. Dies taten die BVB-Profis unter anderem mit Spenden und einem Gehaltsverzicht. Der Klub selbst stellt Gelder für einen Solidarfonds zur Verfügung, der gefährdeten Bundesligisten zugute kommen soll.

About Lars Pollmann

Lars Pollmann begann sein Autorendasein als englischsprachiger Blogger (Bleacher Report, Yellowwallpod). Seit 2018 zählt er zur Redaktion von fussball.news. Seine Leidenschaft gehört darüber hinaus dem italienischen Fußball (vor allem Inter Mailand) sowie dem Radsport.

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