2. Bundesliga

Kauczinskis Rückblick auf das Ingolstadt-Spiel: „Hatte das Gefühl, das war Abstiegskampf“

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Der FC Sankt Pauli konnte sich nach zwischenzeitlichem Tief fangen und belegt aktuell den vierten Rang. Wie unruhig das Umfeld inzwischen werden kann, musste Trainer Markus Kauczinski bereits zu einem frühen Zeitpunkt der Saison kennenlernen.

Nach zwei Erfolgen zu Saisonauftakt verlor der FC St. Pauli vier Pflichtspiele in Folge und flog dadurch auch aus dem DFB-Pokal beim SV Wehen Wiesbaden (1:3 n.V.) raus. Das Umfeld wurde schnell nervös, manch einer forderte bereits die Entlassung von Markus Kauczinksi. Der Trainer gab im kicker zu: „Für mich war es zu früh und nicht verständlich, dass die Dinge nach wenigen Wochen bereits ins Negative umgeschlagen sind, und ich denke, das liegt auch in der Vergangenheit des Vereins begründet.“

Knackpunktspiel gegen Ingolstadt

Das Knackpunktspiel gab es am sechsten Spieltag, als die Kiezkicker zum FC Ingolstadt reisen mussten. Die Erleichterung nach hart umkämpften 90 Minuten war spürbar, Kauczinski sagte rückblickend: „Aber ich weiß noch: Als ich nach unserem 1:0-Sieg in Ingolstadt vom Platz ging, hatte ich das Gefühl, das war Abstiegskampf. Am 6. Spieltag! Ich habe eindeutig Druck gespürt.“

Taktische Umstellung fruchtet

Der Coach ging einen Stück zurück, stellte von einer offensiveren auf eine defensivere Variante um und schaffte somit den Umschwung. Kauczinski ließ bei dieser Entscheidung auch die Anhänger nicht aus dem Blickfeld: „Viele auf St. Pauli haben schon wieder den Abstiegskampf gefürchtet, weil das aus der Vergangenheit hier in den Köpfen steckt. Deshalb war es egal, ob ich das berechtigt fand oder nicht: Wir mussten etwas ändern. Also haben wir das Spiel einfacher gemacht, um die Wahrscheinlichkeit für Erfolgserlebnisse zu erhöhen.“ Es hat sich gelohnt, wie 19 von 30 möglichen Zählern seit der letzten Niederlage gegen Erzgebirge Aue (1:3) am fünften Spieltag zeigen.

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