England

Karius über Wechsel: „Es war keine Flucht aus Liverpool“

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Lorius Karius wechselte im Sommer vom FC Liverpool zu Besiktas Istanbul. In Liverpool sorgte er durch seine Fehler im Champions-League-Finale gegen Real Madrid (1:3) unbeabsichtigt für negative Schlagzeilen. Dennoch sei sein Wechsel zu Besiktas keine „Flucht aus Liverpool“ gewesen, wie er klarstellte.

Das Champions-League-Finale hat Lorius Karius mittlerweile abgehakt. „Ich wusste ich musste mich wieder aufraffen und kann mich nicht verbuddeln und nur mit der Vergangenheit beschäftigen. Ich kann mir die Szene immer wieder ansehen und darüber nachdenken – es ändert sich nichts“, erklärte er gegenüber der Bild am Sonntag. Das Verhältnis zu Jürgen Klopp habe sich dadurch nicht negativ verändert, dieser habe Karius „nie einen Vorwurf“ gemacht, sondern ihn „mehrmals im Urlaub angerufen“, um ihn aufzubauen. Der Transfer zu Besiktas Istanbul ist für den ehemaligen Mainzer Torwart in der Spielpraxis begründet: „Ich hätte auch in Liverpool bleiben und ein paar Spiele machen können. Aber ich wollte die Nummer eins sein und regelmäßig spielen.“ Dies hätte er in Liverpool wohl nicht mehr gekonnt, durch den 70-Millionen-Transfer Allison Beckers vom AS Rom hätte Karius wohl nur als Backup fungiert.

„Mir hat niemand gesagt, dass ich gehen soll“

Forciert hat der 25-Jährige seinen Wechsel also selbst: „Mir hat niemand gesagt, dass ich gehen soll, es war keine Flucht aus Liverpool. Ich habe zu allen Leuten dort ein gutes Verhältnis.“ Dies hat er auch bereits zu seiner neuen Heimat, der „Support der Fans ist unglaublich, ein tolles Gefühl“, freute sich Karius. Auch die sportliche Herausforderung schätzt er: „Es gibt mit Besiktas, Fehnerbace und Galatasaray drei extrem gute Mannschaften“, stellte er fest. Dem Argument der schwachen türkischen Liga kann Karius nichts abgewinnen: „Wenn es immer heißt, dass es hier eine zweitklassige Liga sei kann ich nur sagen: Besiktas hat letzte Saison Leipzig in der Champions-League geschlagen und in der Gruppenphase kein Spiel verloren. Das zeigt, dass der türkische Fußball nicht unterschätzt werden darf.“

About Stefan Katzenbach

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