Bundesliga

Kahn sieht ein Torhüter-Problem in Deutschland

on

Bekommt die Torwartnation bald ein Problem auf dieser Position? Ex-Weltklassekeeper Oliver Kahn zeigt sich im kicker besorgt über die Entwicklung.

Roman Bürki, Peter Gulasci, Yann Sommer, Jiri Pavlenka, Rune Jarstein – und Manuel Neuer: So heißen die Schlussmänner der Top-6-Mannschaften in der Bundesliga. Zwei Schweizer, und jeweils ein Ungar, Tscheche, Norweger und Deutscher hüten das Gehäuse der aktuellen Spitzenteams. „Ich sehe im Moment hinter Manuel Neuer und Marc-Andre ter Stegen nicht das absolute junge Ausnahmetalent, das schon Spielpraxis auf hohem Niveau sammelt“, bemängelte Oliver Kahn mit Blick auf die Europameisterschaft 2024.

Kein Donnarumma in Sicht

In der Bundesliga gebe es derzeit „anscheinend keinen wie den 19-jährigen Gianluigi Donnarumma in Italien.“ Zwar seien noch immer 12 von 18 Bundesligaklubs mit deutschen Schlussmännern besetzt, davon seien aber neun über 28 Jahre. „Dazu kommen Florian Müller in Mainz, Fabian Bredlow in Nürnberg und Alexxander Schwolow in Freiburg“, so der Vize-Weltmeister von 2002 weiter.

Hohe Anforderung an die Torhüter

Der vielversprechendste der Zunft spiele in der 2. Liga und heiße Julian Pollersbeck. Prinzipiell erkennt Kahn, wie komplex der Job der Schlussmänner inzwischen ist: „Der Torhüter von damals sich vom Torsteher, der vor allem die Bälle hält, quasi zum echten Torspieler entwickelt.“ Er müsse beidfüßig ein solides Passspiel beherrschen: „Irgendwann wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit nahe an der Mittellinie stehen und mitspielen.“

About Christopher Michel

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.