Bundesliga

Kabak: „Es war schwer, in die Mannschaft zu kommen“

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Der FC Schalke 04 hat vor der neuen Saison für keinen Spieler so tief in die Tasche gegriffen wie für Ozan Kabak. An den VfB Stuttgart flossen dem Vernehmen nach stolze 15 Millionen Euro für den Verteidiger. Dessen Durchstarten bei den Königsblauen begann mit Verzögerung.

An den ersten neun Spieltagen der Bundesliga-Saison kam er lediglich zu vier Kurzeinsätzen von der Bank. Die beiden Auftaktspiele verpasste er dabei mit einer Fußverletzung. Erst seit der Malaise mit vielen weiteren Verletzungen in der Abwehr ist der 19-Jährige Stammkraft. „Der Start war mit meiner Verletzung natürlich unglücklich“, zitiert die Bild-Zeitung den frischgebackenen türkischen A-Nationalspieler. „Danach war es schwer in die Mannschaft zu kommen, weil die Jungs gut gespielt haben.“ Für Trainer David Wagner gab es schlicht keine große Veranlassung, an seinem Team Veränderungen vorzunehmen.

„Hoffe auf die Champions League“

Die Verletzungen der Konkurrenten von Kabak haben den Chefcoach schließlich forciert, der Neuzugang zahlt es aber auch prompt zurück. In seinen beiden ersten Startelf-Einsätzen für den FC Schalke 04 in der Liga erzielte er jeweils einen Treffer. Zwar reichte es trotzdem gegen Fortuna Düsseldorf vor der Länderspielpause nur zu einem Remis, dennoch gehört Schalke in der laufenden Saison zum erweiterten Kreis der Spitzenteams. Kabak träumt da schon von einem großen Wurf. „Ich hoffe, dass wir uns am Ende für die Champions League qualifizieren können.“

„Beim VfB oft negativer Druck“

Diese positive Erwartungshaltung könnte sich freilich auch schnell in Druck umwandeln, wenn die Ergebnisse mal über einen längeren Zeitraum ausbleiben sollten. So erfuhr es Kabak auch als Winterneuzugang des VfB Stuttgart. „Beim VfB hatten wir oft einen negativen Druck, weil wir gegen den Abstieg spielten, nicht verlieren durften“, erklärt der Defensivspieler. Letztlich konnte der Traditionsklub den Absturz nicht verhindern, wobei Kabak allenthalben ein gutes Zeugnis für seinen sechsmonatigen Aufenthalt im Schwabenland erhielt. Nach Möglichkeit verfolge er die früheren Kollegen heute, betont er. „Ich drücke ihnen für das Derby gegen Karlsruhe auf jeden Fall die Daumen.“

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