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Juve-Sportdirektor Paratici: So kam der Ronaldo-Transfer ins Rollen

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Es war die Sensation auf dem Transfermarkt im Jahr 2018: Der Wechsel von Cristiano Ronaldo von Real Madrid zu Juventus Turin kam einem Erdbeben gleich. Fabio Paratici plaudert aus dem Nähkästchen und erklärt, wie der Mega-Deal zustande kam.

Der erste Impuls ging dabei von Spielerseite aus. Berater Jorge Mendes habe sich im Rahmen der Champions-League-Partie zwischen Juve und den Königlichen in Madrid im April an die Führung der Bianconeri gewandt. „Du wirst es nicht glauben, aber wenn Cristiano den Verein verlässt, will er nur zu Juventus“, habe der Portugiese ihm gesagt, so der Sportdirektor gegenüber der Sportzeitung Gazzetta dello Sport. „Erinnere dich daran, es ist weniger unrealistisch als du denkst. Und dann reden wir.“

Ronaldo wollte nur zu Juve

Ernsthaft an die Möglichkeit eines Wechsels geglaubt habe Paratici erst später. Im Rahmen von Verhandlungen um den Wechsel des Mendes-Klienten Joao Cancelo habe der Agent ihn erneut auf Ronaldo angesprochen. „Ich sage es dir klar: Der Spieler will ausschließlich zu Juventus“, zitiert der 46-Jährige das Gespräch. Der Weltstar habe nach seinen Stationen bei Manchester United und Real Madrid in die nächste Mannschaft von Weltrang wechseln wollen. „Wenn ihr ihn wollt, er ist bereit“, habe Mendes zu verstehen gegeben.

„Habe nicht nein gesagt“

Paratici ließ sich sodann die Eckdaten des Engagements geben und erbat sich einige Tage Bedenkzeit. Doch die brauchte er eigentlich gar nicht. „Ich habe nicht nein gesagt, denn sonst hätten sie einen anderen Klub gesucht“, erinnert der Ex-Profi. Letztlich ging der Transfer für dem Vernehmen nach 117 Millionen Euro Ablöse über die Bühne. Trotz des fortgeschrittenen Alters von Ronaldo erweist er sich bislang als Volltreffer. Der 34-Jährige steht bei 30 Torbeteiligungen in 31 Pflichtspielen. Nicht zuletzt dank seiner Präsenz gilt Juve zudem als Top-Favorit in der Champions League. Im Achtelfinale muss das Team von Max Allegri allerdings gegen Atletico Madrid bestehen.

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