2. Bundesliga

Jetzt wackelt der HSV-Kapitän: Keine Sonderbehandlung mehr für Aaron Hunt

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Dieter Hecking zieht für das Ziel Aufstieg in die Bundesliga beim Hamburger SV die Zügel an, das ist schon nach zwei Trainingstagen zu spüren. Die Ansagen sind klar und bestimmt, die Einheiten anspruchsvoll. Auch Kapitän Aaron Hunt hat keinen Bonus mehr.

Zu wichtig ist der Wiederaufstieg für den Hamburger SV, als dass der Trainer irgendetwas dem Zufall überlassen will. Und das spüren nun auch die Spieler. Vor allem jene, die häufig mit Verletzungen zu kämpfen haben. Zum Beispiel Kapitän Aaron Hunt! Seine Bilanz im abgelaufen Jahr: von 39 möglichen Spielen verpasste er 21 Partien. Trotz seines problematischen körperlichen Zustandes genoss der feine Techniker aber bisher immer wieder eine Art von Sonderstatus, kam auch zum Einsatz, wenn die Fitness noch nicht ganz reichte.

Hecking fordert mehr von Hunt

Damit soll in der Rückrunde Schluss sein. Hunt, der innerhalb der Mannschaft eigentlich als Führungsspieler angesehen wird, tut der Chemie im Team mit seinem häufigen Fehlen nicht gut. „Aaron braucht den Rhythmus. Er braucht das Training und das Vertrauen in seinen Körper. Hat er das nicht, wird es auf Dauer für ihn schwieriger, sich den Platz zu sichern, den er gerne weiter haben möchte. Das weiß er“, sagte Hecking in einer Presserunde. Die Botschaft ist deutlich: Keine Sonderbehandlung mehr für den Kapitän! Nach einer Bänderverletzung kann der 33-Jährige aktuell nur individuell trainieren, soll erst ab Sonntag im Trainingslager in Portugal wieder voll einsteigen. Dann muss er zeigen, dass er dem HSV im Aufstiegsrennen noch helfen kann.

About Daniel Jovanov

Daniel Jovanov zählt zu den führenden Reportern in Sachen Hamburger SV. Er berichtet unter anderem für die ZEIT und NDR.de. Seit Sommer 2019 zählt er auch zum Autorenteam von fussball.news. Sein Buch über den HSV „Der Abstieg: Wie Funktionäre einen Verein ruinieren“ (Rowohlt-Verlag; 2018) zählte zu den Bestsellern im Bereich Fußball-Bücher.

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