2. Bundesliga

Jansen neuer Boss: Bekommt Kühne jetzt mehr Anteile beim HSV?

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Vor dem Machtwechsel beim Hamburger SV wurde in der Stadt vor allem über eine Frage heftig diskutiert: Steckt Investor Klaus-Michael Kühne hinter dem Rauswurf des Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann?

Eine geplante Kampagne steckte sicher nicht dahinter, die Entwicklung der letzten Tage kommt allen Beteiligten jedoch sehr gelegen. Kühne wurde noch nie ein gutes Verhältnis zu Hoffmann nachgesagt, er gehörte eher zu seinen Kritikern. Dazu zählte zuletzt auch Marcell Jansen. Der ehemalige Profi ist nach dem Rücktritt des Aufsichtsratsvorsitzenden Max-Arnold Köttgen zum wichtigsten Mann im Club aufgestiegen. Außerdem gehört Kühne zu Jansens Unterstützern.

Kühne zweitgrößter Anteilseigner

Auf der Pressekonferenz mit Jansen als neuem Vorsitzenden der Kontrolleure drehte sich viel um die Frage, ob sich der Einfluss des Investors nun vergrößern werde. Und ob Kühne sogar mehr Anteile am HSV bekommen würde. Jansen sagte dazu: „Ich kann nur sagen, dass wir mit unseren Gremien und den Supportern eng im Austausch sind. Das Thema Eigenkapital ist immer ein wichtiges Thema. Man muss gucken, was kann man an Optionen ausschöpfen, um gestärkt durch Corona zu kommen? Es gehört dazu, dass man sich alle Szenarien anschaut.“ Ein klares Dementi klingt anders. Die Mitglieder des HSV haben weiteren Aktienverkäufen mit einem Beschluss einen Riegel vorgeschoben. Ohne ihre Zustimmung dürfte der Vorstand nur noch ein Prozent der Aktien bis zur Grenze von 24,9 Prozent verkaufen. Kühne hält etwa 20 Prozent der Anteile.

About Daniel Jovanov

Daniel Jovanov zählt zu den führenden Reportern in Sachen Hamburger SV. Er berichtet unter anderem für die ZEIT und NDR.de. Seit Sommer 2019 zählt er auch zum Autorenteam von fussball.news. Sein Buch über den HSV „Der Abstieg: Wie Funktionäre einen Verein ruinieren“ (Rowohlt-Verlag; 2018) zählte zu den Bestsellern im Bereich Fußball-Bücher.

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