Bundesliga

Ist Hertha der Rolle als Favorit gewachsen?

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Bislang spielt Hertha BSC eine für seine Verhältnisse überragende Saison. Es stellt sich nun die Frage, ob die Berliner ihr Niveau halten und sich gegen theoretisch schwächere Gegner souverän durchsetzen können. Das bevorstehende Spiel gegen den SC Freiburg ist hierfür ein passender Indikator.

14 Punkte nach sieben Spieltagen und mit einem Sieg gegen den SC Freiburg ist sogar Platz zwei möglich – ja, der Saisonstart von Hertha BSC hat wohl jeden Fan und Experten überrascht. Mit einer starken Mischung aus jungen Talenten und erfahrenen Routiniers, aber auch mit erfrischendem Offensivfußball hat es Trainer Pal Dardai vollbracht, den nächsten Entwicklungsschritt mit seiner Mannschaft zu gehen.

Da weitermachen, wo man aufgehört hatte

„Es ist wieder ein Heimspiel, da wollen wir uns mit den Fans im Rücken den Hintern aufreißen und tollen Kombinationsfußball zeigen und Tore erzielen. Hoffentlich können wir da weitermachen, wo wir die letzten Wochen aufgehört haben“, sagte Herthas Rechtsverteidiger Valentino Lazaro der B.Z. und verweist darauf, dass die Blau-Weißen neun ihrer bisherigen 14 Punkte im heimischen Olympiastadion geholt haben. Mit dem SC Freiburg empfängt der Hauptstadtverein erstmals in der laufenden Saison einen Gegner, gegen den man klarer Favorit sein wird. Acht Zähler verbuchen die Breisgauer bisher, nur drei davon in der Fremde – dazu sind einige wichtige Freiburger Spieler verletzt.

Erstmals klarer Favorit

Bislang galt Hertha in erst einer Partie der aktuellen Spielzeit als stärkere Mannschaft. Am ersten Spieltag empfing die „alte Dame“ Aufsteiger Nürnberg und konnte die Partie knapp mit 1:0 gewinnen – doch bekannterweise ist das allererste Spiel einer Saison noch kein wirklicher Leistungsmesser, da kein Team so wirklich weiß, wo es aktuell steht. Nach diesem Spiel durfte Berlin oftmals als Underdog antreten oder zumindest als Gegner auf Augenhöhe, sodass wenig Druck auf dem Team von Pal Dardai lag. Im Heimspiel gegen den – auf dem Papier – sichtlich schwächeren SC Freiburg muss Hertha beweisen, dass es seinen dominierenden Angriffsfußball auch als Favorit ausspielen kann. Ist die Mannschaft in der Lage, dieser Rolle gerecht zu werden, steht einer guten Saison wenig im Wege.

Hertha will sich oben festbeißen

Und genau davon träumt Lazaro: „Mit diesem Selbstvertrauen und diesem Schwung, den wir haben, plus diese Sicherheit vor dem Tor – wir haben schon ziemlich viele Treffer gemacht – wollen wir uns so lange es geht, oben in der Tabelle halten“, stellte er klar. Pal Dardai fasst die kommende Partie wie folgt zusammen: „Freiburg ist ein schwieriger Gegner. Man kann sie nicht einschätzen. Spielen sie offensiv, spielen sie defensiv. Aber wir haben unseren Plan“ – dieser Plan entscheidet eventuell darüber, was für eine Saison die Berliner spielen werden.

About Marc Schwitzky

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