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Inter-Legende Mazzola: Conte weiter ein Juventino

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Der herausragende Saisonstart von Inter Mailand hat in den vergangenen beiden Spielen starke Dellen erhalten. Trotz 1:0-Führung nach wenigen Minuten verlor das Team beim FC Barcelona in der Champions League, zudem ging das Derby d’Italia gegen Juventus Turin am Sonntagabend mitsamt der Tabellenführung verloren. Klublegende Sandro Mazzola schießt nun gegen Antonio Conte.

„Wir haben gut daran getan, ihn Juventus wegzunehmen, aber er überzeugt mich nicht“, so der Angreifer der herausragenden Inter-Teams der 1960er Jahre bei Radio Rai. „Wenn er spricht, klingt es für mich, als spreche er noch immer zu den Juventus-Spielern und nicht zu unseren Jungs.“ Conte, zu aktiven Zeiten 13 Jahre bei den Piemontesern und von 2011 bis 2014 mit kurzer Unterbrechung Cheftrainer, hatte im Sommer bei Inter angeheuert. Ob seiner Vergangenheit beim verhassten Rivalen galt das Engagement des ehemaligen Nationaltrainers durchaus als heikel.

„Man kommt als Juventino oder Interista auf die Welt“

Jedoch haben sechs Siege zum Auftakt in die Serie-A-Saison Kritiker verstummen lassen. Doch für Mazzola steht fest, dass sich Conte nie zu einhundert Prozent auf Inter Mailand wird einlassen können. „Man kommt als Juventino auf die Welt, wie man als Interista auf die Welt kommt. Dagegen kann man nichts machen, es ist eine Sache, die er tief in sich drin trägt.“ Der Chefcoach wusste bei Dienstantritt freilich, dass ihm nicht nur Liebe entgegen schlagen würde. Auf nahezu ausnahmslos jeder Pressekonferenz im Sommer betonte Conte deshalb, wie ernst es ihm mit den Lombarden sei. Mazzola dürfte seine Bedenken im Erfolgsfall wohl auch ablegen. Der 76-Jährige, selbst in Turin geboren, verbrachte seine gesamte Karriere bei Inter. Er absolvierte über 500 Pflichtspiele für die Nerazzurri, gewann vier Scudetti und zweimal den Landesmeister-Pokal.

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