2. Bundesliga

Inkonsequent, wenig effektiv und zu nachlässig: Kobel über die VfB-Krise

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Der VfB Stuttgart hat am Samstag im Spitzenspiel der 2. Bundesliga beim Hamburger SV eine deftige Niederlage kassiert. Das 2:6 in der Hansestadt bedeutete ob des zeitgleichen Siegs von Arminia Bielefeld ein Abrutschen auf Rang drei und die dritte Pleite in Serie. Gregor Kobel entwirft eine durchaus lange Mängelliste.

„Wir sind sehr gut reingekommen in die Saison, haben gute Spiele und Leistungen gezeigt“, so der Schlussmann gegenüber dem SWR. „Zuletzt waren wir zu inkonsequent, haben zu wenig unsere Chancen genutzt und waren auch hinten in manchen Situationen zu nachlässig.“ Nach acht Spieltagen war der Absteiger ungeschlagener Tabellenführer, hatte drei Zähler Vorsprung auf den HSV. Nach Niederlagen gegen den SV Wehen Wiesbaden, Holstein Kiel und bei den Rothosen sind es vier Punkte Rückstand. Dramatisch ist auch die Entwicklung im Torverhältnis. Nach acht Spielen lag man fünf Treffer hinter Hamburg. Nun sind es 17.

„Viel zu viel aufgemacht“

Es zeigt, dass die Probleme des VfB nicht einseitig in einer löchrigen Abwehr vor Kobel liegen. Ebensowenig aber nur die Chancenverwertung Erfolgen im Wege steht, was nach dem 1:2 gegen Aufsteiger Wehen eine durchaus vertretbare Meinung gewesen war. Beim HSV kollabierte das System der Schwaben in deutlich größerem Umfang. „Wir schießen uns die ersten drei Tore eigentlich selber rein“, so der Schweizer Torhüter. „Trotzdem haben wir in der 2. Halbzeit nochmal gut gekämpft. Aber schlussendlich haben wir viel zu viel aufgemacht und einen Konter nach dem anderen gefangen.“

„Wissen, was in uns steckt“

Kobel ist dennoch darum bemüht, auch das Positive zu sehen. Die Chance auf die unmittelbare Revanche in Hamburg zum Beispiel. Freilich müsse sich „so einiges“ für das Wiedersehen im DFB-Pokal am Dienstag ändern. „Am besten ist es, wenn man sich nicht drei Tore reinschießt, würde ich sagen“, so der Keeper mit einer großen Portion Galgenhumor. Fehler vermeiden, mit mehr Cleverness spielen: Sein Rezept für die Rückkehr ist leichter gesagt als getan. „Wir wissen, was in uns und in dieser Mannschaft steckt, da müssen wir wieder anknüpfen“, so Kobel. Im Pokal, vor allem aber auch am Samstag daheim gegen Dynamo Dresden, das selbst in der Krise steckt.

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