2. Bundesliga

Im Schatten des Arp-Transfers: HSV empfängt Dynamo

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Das Weiterkommen im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den 1. FC Nürnberg (1:0)? Es rückte angesichts des anstehenden Wechsel von Youngster Fiete Arp zum FC Bayern München in den Hintergrund. Für Trainer Hannes Wolf und seine Mannschaft gilt es am Montag (20.30 Uhr) dennoch, sich voll auf die Partie gegen Dynamo Dresden zu konzentrieren und den Vorsprung auf den 1. FC Köln in der Tabelle wieder auszubauen. Mit den Sachsen kommt ein angeschlagener Gegner, der im neuen Jahr noch punktlos ist. Die Vorschau von fussball.news.

Auch bei der Pressekonferenz vor dem Duell gegen Dynamo Dresden drehte sich alles um Fiete Arp, der den Hamburger SV spätestens im Sommer 2020 verlassen wird. Hannes Wolf zeigte Verständnis für dessen Entscheidung und stellte sich schützend vor ihn: „Fiete hat nichts falsch gemacht. Pfiffe gegen ihn könnte ich nicht verstehen, die hat er nicht verdient.“ Es sei nachvollziehbar, dass er durch diese sich öffnende Tür gegangen sei, im Gesamtpaket ist der Wechsel zum FC Bayern München für das Eigengewächs der Hanseaten finanziell hochattraktiv.

Lasogga im Vorteil

Eine Stammplatzgarantie bedeutet der anstehende Karrieresprung deshalb aber nicht. Arp konnte auch im DFB-Pokal gegen den 1. FC Nürnberg nicht durchgängig überzeugen, seine Leistungen sind zu schwankend. Pierre-Michel Lasogga ist in der jetzigen Form die wohl wertvollere Alternative für Wolf. „Pierre macht es immer richtig gut, wenn er gesund ist, hilft uns auch bei gegnerischen Standards ungemein“, lobte der Coach, der Arp zugleich Mut zusprach: „Er muss genauso weitermachen wie bisher. Für mich ist entscheidend, wie er sich in der Gruppe gibt, wie er arbeitet. Und das ist top, top, top. Er muss sich jede Woche dem Konkurrenzkampf bei uns stellen.“

Jung ersetzt wohl Sakai

Wolf könnte somit zwei Veränderungen vornehmen: Lasogga wird höchstwahrscheinlich für Arp starten und Gideon Jung auf der rechten Verteidigerseite den Rotgesperrten Gotoku Sakai ersetzen. „So wie wir spielen, spielt Gideon in Räumen, in denen er zu Hause ist“, ließ der Trainer keine Zweifel an der Leistungsfähigkeit von Jung auf Position. Weiterhin verzichten muss er auf die Langzeitverletzten Aaron Hunt (Muskelfaserriss), Jairo (Kreuz- und Innenbandriss), Hee-Chan Hwang (Riss am Hüftbeuger) und Kyriakos Papadopoulos (Aufbautraining nach Knorpelschaden).

Kreuzer verlängert – keine Gespräche mit Benatelli

Etwas weniger euphorisch ist die Stimmung in Dresden. Immerhin konnte mit der Vertragsverlängerung von Niklas Kreuzer eine – zumindest für den Anhang – positive Nachricht verkündet werden. Der Fanliebling unterschrieb bis 2022, obwohl er in dieser Spielzeit eher eine Randfigur ist und nur zweimal über die komplette Spielzeit mitwirken durfte. Unabhängig von diversen Verletzungen (Bauchmuskelzerrung, Leistenbruch) kam er über die Reservistenrolle nicht hinaus. Ganz anders ist die Lage hingegen bei Leistungsträger Rico Benatelli, mit dem trotz im Sommer auslaufenden Vertrags nach kicker-Informationen noch keine Gespräche geführt wurden.

Schwacher Trend bei Dynamo

Im Mittelpunkt steht aber die sportliche Lage – und das Ziel einer ruhigen Saison mit Anschluss nach oben. Die Konkurrenz im Keller fängt inzwischen fleißig zu punkten an, während Dynamo aus den vergangenen zehn Partien nur noch elf Zähler holen konnte. Trainer Maik Walpurgis ist angesichts von 25 Punkten auf dem Konto nicht mehr unumstritten, sollte gegen den HSV und danach Jahn Regensburg nicht ausreichend gepunktet werden, droht ein Ende der Zusammenarbeit.

Personelle Engpässe in der Defensive

Sportgeschäftsführer Ralf Minge forderte von der Mannschaft daher: „Kratzen, spucken, beißen – die Basics müssen kommen.“ Diese vernachlässigte Dresden zuletzt, vor allem die 3:4-Heimniederlage gegen Arminia Bielefeld nach 3:1-Führung hängt dem Team noch nach. Personelle Probleme gibt es vor allem in der Defensive, Florian Ballas (Rückenprobleme) und Marco Hartmann (muskuläre Probleme im Oberschenkel) werden Walpurgis nicht zur Verfügung stehen.

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