Bundesliga

Im Hintergrund: Hrgota glaubt weiter an seine Chance

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Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Wenn Eintracht Frankfurt am Sonntag (15.30 Uhr) auf Hannover 96 trifft, hat Branimir Hrgota höchstwahrscheinlich wieder einen freien Tag. Der Angreifer spielt nach der Wiedereingliederung in den Trainingsbetrieb bei Trainer Adi Hütter bislang noch keine Rolle. Er hofft weiterhin auf eine Veränderung dieses Zustands.

Hrgota will die Eintracht nach Informationen von fussball.news auch im Winter nicht verlassen. Der Schwede, der 2016 ablösefrei von Borussia Mönchengladbach an den Main wechselte, ist aktuell zwar völlig außen vor und wurde zudem nicht für den Europa-League-Kader nominiert. Dennoch wartet der 25-Jährige geduldig auf seine Chance, falls diese kommen sollte.

Schwacher Saisonstart

Aktuell sieht es danach noch nicht aus. Die Hessen sind zwar mit nur vier Zählern aus fünf Partien und dem Aus im DFB-Pokal beim SSV Ulm (1:2) schwach in die Spielzeit gestartet. Doch die Begegnung gegen Hannover gilt als Standortbestimmung: Hütter hat den Druck auf seine Mannschaft erhöht, einen Sieg eingefordert. Sollten die Frankfurter nicht überzeugen und verlieren, wird der Ton intern wohl deutlich verschärft – und der Blick auf die Hinterbänkler gerichtet?

Wechsel von Hrgota platzte am letzten Transfertag

Die nach der 1:3-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach aufkommende Unruhe könnte dabei zum Vorteil von Hrgota werden. Der Linksfuß überzeugte in der Vergangenheit zwar nicht als Goalgetter, er bringt allerdings das für den von Hütter geforderten Fußball nötige Tempo und eine brauchbare Technik mit. Hrgota glaubt zudem weiterhin daran, in Frankfurt den Durchbruch schaffen zu können. Im Sommer scheiterten deshalb mögliche Transfers in Richtung 1. FC Nürnberg und Hannover 96 oder zu einem ambitionierten Zweitligisten, der bis zum 31. August an einer Verpflichtung arbeitete.

Finanzen zweitrangig

Die Finanzen spielen dabei aber – entgegen einiger Spekulationen, dass er viel verdienen könne – keine übergeordnete Rolle. Im Gegenteil: Es war Hrgota, der vor zweieinhalb Jahren lukrative Angebote von RB Leipzig und Salzburg ausschlug und sich für den Schritt zu den damals noch finanziell klammen Hessen entschied. Allerdings konnte er die Erwartungen unter Ex-Trainer Niko Kovac, der in der ersten Saison regelmäßig auf ihn setzte, nicht erfüllen und vergab zu viele Topchancen. Nach den Transfers von Luka Jovic und Sebastien Haller rutschte er ins dritte Glied und kam kaum noch zum Einsatz.

Aussortiert vor dem Trainingslager in Gais

Unter Hütter hoffte er auf einen Neustart, stattdessen wurde Hrgota zusammen mit Marc Stendera, Nelson Mandela Mbouhom und Daichi Kamada vor dem Trainingslager in Gais Ende Juli aussortiert. Erst nachdem klar war, dass kein Wechsel zustande kam, wurde er Anfang September zusammen mit den restlichen Akteuren zurückgeholt. Ob sich Hütter bei einer Niederlage noch einmal an ihn erinnert?

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