Bundesliga

Identifikationsfigur Kutucu? „Vielleicht habe ich etwas mehr Kredit“

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Der FC Schalke 04 hat im Angriff im Januar einige Bewegungen auf dem Transfermarkt vorgenommen. Mit Fabian Reese, Steven Skrzybski und Mark Uth sind drei Stürmer weg, mit Michael Gregoritsch ein neuer da. Viele Fans hoffen nun darauf, dass Ahmed Kutucu in der Rückrunde mehr Möglichkeiten erhält.

Der 19-Jährige kann durchaus als Publikumsliebling gelten. In der Hinserie kam er zu elf Einwechslungen, stand aber nie in der Startelf. Länger als eine halbe Stunde durfte der türkische Nationalspieler auch nur einmal ran. Dennoch fliegen ihm die Sympathien zu. Als Integrationsfigur sieht er sich zwar noch nicht. „Aber ich merke schon, wenn ich auf dem Platz stehe, dass die Fans wirklich komplett hinter mir stehen“, sagt Kutucu gegenüber dem Internetportal Sportbuzzer. „Dass sie bei Fehlern nicht direkt kritisch sind, da habe ich vielleicht etwas mehr Kredit.“

Warum Kutucu „gar nicht arrogant werden“ konnte

Der Grund für die große Zuneigung liegt auf der Hand: Kutucu ist ein echter Schalker Junge. Bis heute wohnt der Jungprofi in Gelsenkirchen-Bismarck nur sieben Minuten von der Heimspielstätte der Königsblauen entfernt. Es hat seinen Charakter geprägt und tut es auch immer noch, so der Angreifer. „Egal ob Profi oder Bergbauarbeiter wie mein Vater bis zu seiner Rente, in Bismarck wird jeder gleich behandelt. Man könnte dort auch gar nicht arrogant werden, weil einen die Leute dann ganz schnell wieder auf den Boden der Tatsachen holen würden.“

„Durchschnittlicher Spieler“ bis zu Elgert

Dass sich der Traum des einstigen Torjägers im Nachwuchs des FC Schalke 04 erfüllt hat, für die Knappen-Profis aufzulaufen, verdankt er nicht zuletzt Norbert Elgert. „Er macht den Unterschied aus. Bis ich zu ihm kam, war ich ein durchschnittlicher Spieler“, so Kutucu offen. „Aber mit seiner harten, aber herzlichen Herangehensweise bereitet er einen bestmöglich auf das Profi-Geschäft vor.“ Dabei geht es dem U19-Trainer von Schalke nicht nur um sportliche Belange. Kutucu habe er etwa auch eingebläut, auf sein Geld zu achten. „Für mich bedeutet Luxus, Geld mit der Familie auszugeben anstatt für Autos oder Klamotten“, sagt der Deutsch-Türke ohnehin. „Vielleicht gucken wir uns demnächst nach einem schöneren Haus um. In Gelsenkirchen natürlich.“

About Lars Pollmann

Lars Pollmann begann sein Autorendasein als englischsprachiger Blogger (Bleacher Report, Yellowwallpod). Seit 2018 zählt er zur Redaktion von fussball.news. Seine Leidenschaft gehört darüber hinaus dem italienischen Fußball (vor allem Inter Mailand) sowie dem Radsport.

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