2. Bundesliga

Hunt: Vertragsverlängerung beim HSV „zu keiner Sekunde“ bereut

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Der Hamburger SV hat am Montagabend dank des späten 1:0-Siegs gegen Mitabsteiger 1.FC Köln die Tabellenführung in der 2. Bundesliga übernommen. Die Hanseaten stehen nun da, wo sie nach ihrem Selbstverständnis hingehören. Kapitän Aaron Hunt gibt die Richtung vor.

„Zu keiner Sekunde“ habe er seine Vertragsverlängerung nach dem Abstieg bereut, so der 32-Jährige gegenüber der Bild-Zeitung. „Ich habe hier unterschrieben, weil ich Teil des Projekts Aufstieg sein möchte. In dieser Aufgabe steckt ein großer Reiz.“ Den Wiederaufstieg soll Hunt als Anführer einer ansonsten in weiten Teilen sehr jungen Mannschaft bewerkstelligen. Er fühle sich trotz des teilweise erheblichen Altersunterschieds wohl in der Truppe, gibt der Ex-Nationalspieler an. „Ich fühle mich nicht zehn Jahre älter als viele in der Mannschaft.“

Mühsamer Saisonstart für Hunt

Allerdings ist dem Mittelfeldmann das für Fußballer fortgeschrittene Alter bisweilen doch anzumerken. Zum Saisonstart wirkte er nicht fit. „Ich bin recht mühsam in die Saison gekommen“, bestätigt Hunt. Dafür macht er eine Verletzung in der Sommer-Vorbereitung verantwortlich. Inzwischen sei er körperlich „in einem guten Zustand“, beteuert er. Unter Neu-Trainer Hannes Wolf spielte er in der Liga und im DFB-Pokal beinahe jede Minute: Nur gegen den Effzeh verließ er zwei Minuten vor Spielende das Feld, um an der Uhr zu drehen.

Gesamtes Team hat Schuld an Titz-Entlassung

Hunt hatte unter Wolfs Vorgänger Christian Titz eine Art Renaissance gefeiert und galt als ein Musterschüler des gebürtigen Mannheimers. „Ich kann nur sagen, dass man als gesamtes Team etwas falsch gemacht hat, wenn ein Coach seinen Job verliert“, bezieht er Stellung zu dessen überraschender Entlassung im Oktober. Die Ergebnisse geben den HSV-Verantwortlichen bisher recht. In der Stadt ist eine regelrechte Aufstiegs-Euphorie ausgebrochen, auch weil Lokalrivale FC St. Pauli auf Rang zwei steht. „Unser Ziel ist es, wieder zurück in Bundesliga zu kommen“, betont Hunt. „Wer es sonst noch schafft, ist mir egal.“ Die Rothosen verteidigen ihre Tabellenführung am Samstag bei Erzgebirge Aue.

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