Bundesliga

Hütters Corona-Geständnis: „Auch ich bin mit der Situation überfordert“

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Aus der Commerzbank Arena in Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Das Coronavirus ist in allen Bereichen der Gesellschaft das bestimmende Thema. Eintracht Frankfurt musste beim 0:3 gegen Basel in der Europa League aufgrund der Ausnahmesituation vor leeren Rängen spielen. Trainer Adi Hütter äußerte sich nach dem Spiel zur Situation, gab Überforderung zu und forderte gleichzeitig Professionalität von seiner Mannschaft.

Der deutsche Fußball steht vor der großen Frage: Weiterspielen vor leeren Rängen oder doch eine Aussetzung des Spielbetriebes aufgrund des Coronavirus? Auch bei Eintracht Frankfurt beschäftigt man sich intensiv mit der Thematik. „Auch wenn wir 3:0 gewonnen hätten, macht Fußball in dieser Art und Weise sicher keinen Spaß“, gab Frankfurts Coach Adi Hütter nach dem 0:3 gegen den FC Basel zu und wollte die besonderen Umstände dennoch nicht als Ausrede gelten lassen.

Nicht alle in der Mannschaft befürworteten die Durchführung des Spiels

Nach Informationen von fussball.news gab es innerhalb der Mannschaft durchaus Stimmen, die einer Spielabsage in der aktuellen Situation positiv gegenüberstanden. Adi Hütter wollte das auf Nachfrage von fussball.news nach dem Spiel weder bestätigen noch dementieren: „Grundsätzlich appelliere ich immer an Professionalität. Wenn entschieden wird, dass gespielt wird, haben wir uns auch zu verhalten. Ob der eine oder andere vielleicht nicht mehr so ein gutes Gefühl hat, wenn er Fußball spielen muss mit diesen Umständen, lasse ich mal dahingestellt. Wir müssen uns professionell verhalten“, lautete seine Antwort.

Hütter gesteht Unsicherheit

Doch auch der Österreicher gab in der Thematik seine Unsicherheit ganz offen zu: „Ich bin in der Situation auch ein bisschen überfordert wie alle. Wir müssen versuchen den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten, bis eine Entscheidung getroffen wird. Das ist nicht einfach, denn es geht nicht um einen Sportler, sondern um Menschen, die den Sport ausüben.“ Stündlich gebe es Wasserstandsmeldungen, eine klare Tendenz sieht der 50-Jährige noch nicht: „Die Entscheidung wird so kommen, wie sie kommen muss oder soll“, war Frankfurts Coach zu keinem klaren Statement bereit.

Für den Österreicher steht die Gesundheit über allem

Hütter betonte allerdings, dass es für die Entscheidungsträger sicher nicht einfach sei, eine Entscheidung zu treffen. Aber fest steht für ihn: „Die Gesundheit muss immer klar die Nummer eins sein!“ Coronatests gebe es bei Eintracht Frankfurt ohne einen Verdacht nicht: „Die müssten wir dann ja täglich machen. Jeder hat ja eine Familie oder den einen oder anderen Bekannten, bei dem er sich anstecken könnte.“ Am Ende sei auch die Mannschaft und der Verein „nur Beifahrer im dem Ganzen. Wir können nur abwarten, was passiert.“

About Benjamin Heinrich

Benjamin Heinrich, Jahrgang 1990, ist Mitglied im Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) und zählt seit der Saison 2019/20 zum Autorenteam von fussball.news.

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