Eintracht Frankfurt

Hütter warnte: „Müssen aufpassen, dass wir uns nicht mehr über Siege freuen!“

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Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Eintracht Frankfurt hat im zweiten von drei Gruppenspiel einen Sieg eingefahren und Standard Lüttich mit 2:1 vor eigenem Publikum besiegt. Das von Trainer Adi Hütter eingeforderte „perfekte Spiel“ bekamen die Zuschauer aber nicht zu sehen, schließlich erzielten die Gäste einen Treffer. Der Österreicher warnte aber davor, die Erfolge in der Europa League falsch einzuordnen.

Eintracht Frankfurt hat in der vergangenen Saison die Messlatte in der Europa League hoch gelegt. Auf eine makellose Gruppenphase folgte das Weiterkommen bis ins Halbfinale gegen die Spitzenteams Schachtor Donezk (2:2/4:1), Inter Mailand (0:0/1:0) und Benfica Lissabon (2:4/2:0). Danach war erst denkbar knapp nach Elfmeterschießen gegen den FC Chelsea Schluss, die Endspielteilnahme beinahe schon greifbar. Das alles zeigt: Die Hessen werden anders wahrgenommen – nicht nur vom Gegner, sondern auch vom eigenen Umfeld.

Lob für Lüttichs Auftritt

Während Olympique Marseille oder Lazio Rom als Favorit angereist waren, nahm Standard Lüttich die Außenseiterrolle dankbar an. Dabei hat der Klub aus Belgien einen ordentlichen Kader und belegt aktuell nicht umsonst den zweiten Rang hinter dem FC Brügge, gegen den es dann am Wochenende geht. „Der Gegner hat es gut gemacht“, lobte Adi Hütter auf Nachfrage von fussball.news.

Hütter verweist auf die fehlende Sturmreihe

Der Trainer fand einige Mängel im Spiel der Eintracht: „Wir hatten zu leichte Abspielfehler und technische Unzulänglichkeit. Deshalb sind wir nicht so häufig hinter die Kette des Gegners gekommen.“ Er verwies allerdings auf die Personalsituation: „Mit Bas Dost und Andre Silva haben uns zwei sehr wichtige Stürmer gefehlt.“ Dost musste wegen Adduktorenproblemen passen, Silva kuriert aktuell seine Schmerzen an der Achillessehne aus. Ob die Stürmer bis zum nächsten Topspiel gegen Borussia Mönchengladbach am Sonntag (18 Uhr) wieder fit sind, ist noch unklar.

Aber: „Müsse aufpassen, dass wir uns über Siege nicht mehr freuen“

Hütter wollte vor allem mit Blick auf diese Probleme zurecht die positive Aspekte hervorheben: „Läuferisch und kämpferisch war das sehr ordentlich von meiner Mannschaft!“ Obwohl der Glanz etwas fehlte, warnte der ehemalige Profi vor einer Überdrehung: „Wir müsse aufpassen, dass wir uns über Siege nicht mehr freuen.“ Er betonte: „Ich freue mich sehr wohl darüber, dass wir gewonnen haben.“

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