Bundesliga

Hütter tritt auf die Euphoriebremse: „Geht mir alles ein bisschen zu schnell!“

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Eintracht Frankfurt ist durch einen starken Lauf ganz nach oben in der Bundesliga-Tabelle geklettert und hat bereits das Weiterkommen in der Europa League gesichert. Trainer Adi Hütter will den aktuellen Erfolg dennoch realistisch einordnen.

Die Frankfurter Eintracht hatte Mitte August das Supercup-Spiel gegen den FC Bayern München klar mit 0:5 verloren und sich beim Underdog SSV Ulm als Titelverteidiger im DFB-Pokal bis auf die Knochen blamiert (1:2), da rief die Frankfurter Rundschau bereits die „Alarmstufe Rot“ aus. Gepaart mit den Eindrücken, die in der Vorbereitung zu vielen Teilen durchaus als dürftig zu bezeichnen waren, schienen die Frankfurter den Umbruch auf den ersten Blick nicht zufriedenstellend bewältigen zu können.

Umschwung geglückt

Rund drei Monate später hat sich das Blatt komplett gewendet, zuletzt holten die Hessen aus neun Pflichtspielen überragende 25 von 27 möglichen Zählern. Plötzlich greifen die Konzepte von Adi Hütter: Das Pressing funktioniert, die Offensive harmoniert, die Defensive stabilisiert, die Außenverteidiger marschieren, Torhüter Kevin Trapp hält die Null und das zentrale Mittelfeld arbeitet fleißig und zielstrebig mit an den Erfolgen. Bei den Presserunden müssen sich die Spieler regelmäßig darauf vorbereiten, dass sie nach dem möglichen Einzug in die Champions League gefragt werden.

Oktober ungeschlagen überstanden

Den Oktober haben die Frankfurter ungeschlagen überstanden und bei einem Punktgewinn am Samstag (15.30 Uhr) beim FC Augsburg käme der November mit dazu. Die letzte Niederlage setzte es am 26. September mit 1:3 am fünften Spieltag bei Borussia Mönchengladbach – eine gefühlte Ewigkeit im Fußball.

Hütter zwischen Euphoriebremse und Antreiber

Hütter bremste im Gespräch mit Bild einerseits die Euphorie: „Wir müssen den Ball flachhalten. Vom Abstiegskandidaten Nr. 1, vom Trainer-Rauswurf-Kandidaten Nr. 1 zum Champions-League-Teilnehmer – das geht mir alles ein bisschen zu schnell.“ Doch der Österreicher, der sich selbst als ehrgeizig, verantwortungsbewusst beschreibt und durchaus Mut zum Risiko hat, sagte aber angesprochen auf das Thema Spitzenmannschaft: „Das wird sich jetzt in den nächsten acht Spielen bis Weihnachten zeigen. Auf Platz vier zu kommen, ist das eine. Dort zu bleiben, das andere.“

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