Bundesliga

Hütter stört Stürmer-Hype nicht

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Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Die Niederlage der Frankfurter Eintracht gegen den VfL Wolfsburg (1:2) konnte das „Trio Infernale“ zwar nicht verhindern, dennoch schob sich mit Luka Jovic ein Teil des Trios wieder in der Torjägerliste nach ganz oben. Der Serbe und seine Kollegen Sebastien Haller und Ante Rebic spielen ein extrem starkes Jahr – und erfreuen damit seinen Trainer Adi Hütter.

Plötzlich waren zwei Teile des „Trio Infernale“ da und sorgten in Koproduktion für den Anschlusstreffer: Sebastien Haller leitete einen lang getretenen Ball per Kopf in den Lauf von Luka Jovic, der aus kürzester Distanz nur noch einschieben musste und mit seinem zehnten Saisontor wieder mit Paco Alcacer in der Torjägerliste gleichzog. Die Hoffnung lebte wieder auf Seiten von Eintracht Frankfurt, gleichzeitig ging beim VfL Wolfsburg drei Minuten vor dem Ende der Partie das große Zittern los. Retten konnten die Topangreifer, obwohl an 29 von 30 Saisontreffern beteiligt, die Eintracht am Sonntagabend allerdings nicht mehr.

Hütter sieht „Trio Infernale“ nicht entschlüsselt

Musste das Sturmtrio einmal durchatmen und Luft holen? Oder ist ein Abwehrmechanismus gegen die Büffelherde gefunden? Adi Hütter wehrte sich gegen die Darstellung, seine Offensivreihe sei geknackt: „Ich habe trotzdem noch von allen drei Angreifern Torchancen gesehen. Es ist nicht so, dass uns die Wolfsburger komplett ausgeschaltet haben.“ Allerdings habe – so der Coach anerkennend – der Gegner aus Niedersachsen dafür gesorgt, „dass sie nicht so zur Geltung gekommen sind.“

Wolfsburg mit starker Defensivleistung

Dies lag zum einen daran, dass die Wölfe vor allem im Mittelfeldzentrum sehr ordentlich verteidigt haben und sich durch taktische Disziplin viele zweite Bälle holen konnte. Dadurch kamen Jonathan de Guzman oder von hinten heraus Makoto Hasebe nicht wie gewohnt als Zuspieler zum Zuge. Zum anderen konnten die Niedersachsen den Frankfurtern mit gefährlichen Kontern immer wieder wehtun. Dem gefährlichen Pressing der Eintracht gingen sie somit aus dem Weg, mit vielen langen Bällen überbrückten sie das Mittelfeld und sorgten in einigen Phasen der Partie für Entlastung.

Hütter nervt Hype um die Stürmer nicht…

Und dennoch: Der VfL benötigte in einigen Situationen Glück. Wenn Haller, Jovic und Rebic mit Tempo auf die Defensive zukamen, wurde es gefährlich. Hütter wollte demnach noch keine Entschlüsselung des Angriffstrios ausmachen. Eine etwas mäßigere Partie gehört um Entwicklungsprozess dazu und wird das Interesse anderer Klubs wohl nicht verblassen lassen. Der Hype rund um die Stürmer störte den Trainer allerdings nicht weiter: „Ich bin froh, dass sie in aller Munde sind. Sie spielen auch richtig gut.“

… gesteht Jovic eine schwächere Leistung zu

Vor allem Jovic ragte in den vergangenen Wochen heraus und so war es kein Zufall, dass er gegen Wolfsburg wieder den richtigen Instinkt bewies und doch noch einmal für Spannung sorgte. Hütter gestand ihm dennoch eine alles in allem eher durchschnittliche Leistung zu: „Wenn ein 20-Jähriger immer überragend spielen würde, wäre das auch komisch. Man muss ihm eine Leistung zugestehen, die nicht so billant wie gewohnt ist.“

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