Bundesliga

Hütter gibt Marschroute vor: „Wollen uns oben festbeißen“

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Aus der Commerzbank-Arena berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Weiter geht’s für die Frankfurter Eintracht am Sonntag (18 Uhr) in der Bundesliga gegen den FC Schalke 04. Obwohl die Belastung extrem hoch ist, gibt Trainer Adi Hütter selbstbewusst die Richtung vor.

Acht Spiele, sieben Siege, ein Remis – die Frankfurter Eintracht ist aktuell die Mannschaft der Stunde. Doch in der Europa League bei Apollon Limassol musste sie erkennen, wie schnell ein scheinbar sicherer 3:0-Vorsprung schmelzen kann, wenn ein paar Prozentpunkte nachgelassen wird. Die Spanne zwischen dem nötigen Selbstvertrauen und einem Hauch von Arroganz – sie ist im Erfolgsfall extrem gering. Am Ende wurde es im Gedanken an den sicheren Sieg und das Weiterkommen ins Sechzehntelfinale – obwohl der Sieg hochverdient war – noch knapp, die Zyprer kamen auf 2:3 ran.

Nachlässigkeiten werden schnell bestraft

Ein nötiges Zeichen, um zu erkennen, dass es sich die Hessen nicht erlauben können, nachzulassen? Adi Hütter stimmte auf Nachfrage von fussball.news zu: „Manchmal ist es hilftreich. Wenn ich nicht konsequent verteidige und zehn bis fünfzehn Prozent nachlasse, weil das Spiel gut läuft, kann es auch kippen.“ Seine Mannschaft aber wisse das und gegen den wiedererstarkten FC Schalke 04 gelte es, sich „diese Nachlässigkeiten nicht zu erlauben.“

Warnung vor Schalke

Er erwartet einen starken Gegner aus Gelsenkirchen, der zuletzt gegen Hannover 96 (3:1) und Galatasaray Istanbul (2:0) Selbstvertrauen tanken konnte. „Schalke hatte einen sehr schlechten Start, aber sie haben sich aus dem Sumpf gezogen“, lobte Hütter. Er sehe eine Mannschaft, „die von der Spielanlage sehr ähnlich ist wie wir. Sie spielen oft im 3-5-2-System mit Guido Burgstaller und Breel Embolo oder Mark Uth in der Spitze.“ Variabilität, Zweikampfstärke und Schnelligkeit zeichne das von Domenico Tedesco trainierte Team aus: „Sie haben sich sehr gut zurückgekämpft und sind eine sehr starke Mannschaft.“

Eintracht will sich „oben festbeißen“

Doch die Frankfurter müssen sich in der aktuellen Phase nicht verstecken. Sie konnten bereits 17 Zähler sammeln und haben letztmals am 26. September bei Borussia Mönchengladbach (1:3) verloren. „Wir wollen uns oben festbeißen! Mit einem Sieg hätten wir 20 Punkte“, rechnete Hütter vor. Sollte das Vorhaben gelingen, wäre der Kontrahent aus Gelsenkirchen auf zehn Zähler distanziert. Die Frankfurter könnten sich endgültig nach oben orientieren und bis Weihnachten noch Futter anfressen für den Marathon, der vor allem in den letzten Wochen der Saison entschieden wird.

Einsatzgarantie für Rebic

Eine Einsatzgarantie erhielt Ante Rebic. „Er wird gegen Schalke spielen – sofern er sich nicht verletzt“, bestätigte Hütter. Ob er mit Doppelspitze, seinem „Trio Infernale“ oder gar einem Stürmer starten wird, ließ er offen. Doch egal wer aufläuft: Rebic, Sebastien Haller und Luka Jovic bringen allesamt hohe Qualität mit. Besonders auffällig: Die erste Chance findet den Weg ins Tor. „Fußball kann manchmal einfach und schön sein. Es gibt Phasen, wo man aus zehn Chancen keine einzige reinmacht und Phasen, wo man aus drei Möglichkeiten gefühlt vier Tore schießt“, versuchte Hütter das Phänomen zu erklären. Generell habe seine Sturmreihe einen guten Lauf: „Sie strotzen vor Selbstvertrauen.“ Der gesamten Mannschaft tue es gut zu wissen, „dass wir die Kaltschnäuzigkeit ganz vorne haben, wenn ein Ball kommt.“

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