2. Bundesliga

HSV will auf Investoren verzichten – Hoffmann: „Wollen nicht mehr darauf angewiesen sein“

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In den vergangenen Jahren war Klaus-Michael Kühne der wichtigste Geldgeber des Hamburger SV. Trotz seines umfangreichen Investments von schätzungsweise bis zu 100 Millionen Euro konnte der Klub den sportlichen und wirtschaftlichen freien Fall allerdings nicht stoppen.

„In der laufenden Saison haben die Rothosen nach langer Zeit auf eine Finanzspritze ihres Gönners verzichtet. Geht es nach dem Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann, kann das in Zukunft auch weiterhin so bleiben. Das Ziel sei, den HSV unabhängiger zu machen. „Meine Vision ist, dass wir einen so guten Job machen, um nicht mehr auf Investoren angewiesen zu sein“, so der 56-Jährige im Podcast des Hamburger Abendblatts. In der Bundesliga gebe es genügend Beispiele, die zeigen, wie es auch ohne Geldgeber von außen funktionieren kann.

„Oberes Drittel der Bundesliga“ auch ohne Investor möglich

„Eintracht Frankfurt, Borussia Mönchengladbach oder Werder Bremen haben in den letzten Jahren ihre Hausaufgaben gemacht und keinen einzigen Euro von Investoren bekommen. Sie haben einen exzellenten Job in ihrem Kerngeschäft gemacht. Es ist nicht zwingend notwendig, Investoren-Gelder anzupacken, um ins obere Drittel der Bundesliga zu kommen“, glaubt Hoffmann. In Zukunft müsse der HSV auf dem Transfermarkt deshalb seine Ausgaben anpassen, um aus eigener Kraft konkurrenzfähig zu bleiben. Leihgeschäfte und ablösefreie Spieler stehen dabei im besonderen Fokus.

About Daniel Jovanov

Daniel Jovanov zählt zu den führenden Reportern in Sachen Hamburger SV. Er berichtet unter anderem für die ZEIT und NDR.de. Seit Sommer 2019 zählt er auch zum Autorenteam von fussball.news. Sein Buch über den HSV „Der Abstieg: Wie Funktionäre einen Verein ruinieren“ (Rowohlt-Verlag; 2018) zählte zu den Bestsellern im Bereich Fußball-Bücher.

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