2. Bundesliga

HSV in Fürth unter Druck

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Das 0:5 gegen Jahn Regensburg hat ein Erdbeben beim Hamburger SV ausgelöst. Trainer Christian Titz und seine Mannschaft stehen am Donnerstag (20.30 Uhr) bei der Spielvereinigung Greuther Fürth gewaltig unter Druck. Die heimstarken Franken können hingegen gelassen in die Partie gehen, bei einem Erfolg wartet der Sprung auf Platz zwei. Die Vorschau von fussball.news.

In den Wochen vor dem Debakel gegen Regensburg schien sich der HSV gefangen zu haben. Selbst in engen Partien behielt das Team die Oberhand, am Ende setzte es sich aufgrund von individueller Klasse und der gewissen Portion Wucht durch. Gegen die Oberpfälzer gab es hingegen einen Rückfall in vergessen geglaubte Zeiten, wie schon gegen Holstein Kiel (0:3) am 1. Spieltag ging das Team komplett unter.

Führungsetage baut weiter auf Titz

Für Titz könnte es bei einer erneuten Pleite gegen Fürth daher eng werden. Nach kicker-Informationen will die Führungsetage zwar weiter mit ihm arbeiten. Am Ende zählt in dieser Saison nur eins: Der Aufstieg muss her! Der Trainer ist sich dessen bewusst: „Ich weiß, dass ich bei einem Verein arbeite, in dem die Dinge extrem bewertet werden.“ Sportdirektor Ralf Becker erhöhte bereits den Druck: „Wir sind überzeugt davon, dass wir eine gute Truppe beieinander haben, um unsere Ziele gemeinsam zu erreichen.“

Fängt Lasogga an?

Kritik gab es zuletzt vor allem an der Aufstellung: Pierre-Michel Lasogga und Jann-Fiete Arp mussten zunächst auf der Bank Platz nehmen und zusehen, wie sich Aaron Hunt auf falscher Positionen abmühte und seine Stärken im Spielaufbau untergingen. Zudem setzt Titz weiter auf Matti Steinmann, obwohl der Mittelfeldspieler bislang seine Tauglichkeit für die 2. Liga noch nicht nachweisen konnte. Die Alternativen, um stabiler zu stehen und vorne gefährlicher zu agieren, sind zweifelsohne vorhanden.

Keita-Ruel ein Topeinkauf

Die Fürther, die in der vergangenen Spielzeit erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt feiern durften, mussten am vergangenen Wochenende beim 1. FC Heidenheim die erste Saisonniederlage (0:2) einstecken. Bislang präsentiert sich der Klub mit dem Kleeblatt im Wappen hinten einigermaßen stabil und vorne vor allem durch Neuzugang Daniel Keita-Ruel torgefährlich (fünf Saisontreffer).

Buric warnt vor dem HSV

Der Auftritt in Heidenheim wirkte auch bedingt durch einen Grippevirus etwas schwächer, es fehlten die nötigen Prozentpunkte an Frische und Fitness. „Wir gehen diesmal zu 100 Prozent nur mit gesunden Spielern auf den Platz“, sagte Trainer Damir Buric vor der Begegnung gegen den Favoriten aus der Hansestadt. Die Rollen sind klar verteilt, der Coach mahnte: „Hamburg wird hellwach sein und nicht mehr so einfache Fehler bei Standards machen.“ Bei einem Erfolg können sich die Fürther für den Moment in der Spitzengruppe festsetzen.

Fürth fehlt ein Quintett

Buric muss gegen den HSV möglicherweise auf ein Quintett verzichten. Neben Fabian Reese (Schlag auf den Fuß), Roberto Hilbert (Muskelfaserriss), Nik Omladic (Oberschenkelprobleme) und Maximilian Wittek (Rückenprobleme) ist auch der Einsatz von Sebastian Ernst (Grippe) fraglich. Titz stehen, mit Ausnahme der Langzeitverletzten Gideon Jung, Kyrgiakos Papadopoulos (beide Knorpelschaden) und Jairo (Kreuz- und Innenbandriss), alle Akteure zur Verfügung.

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