2. Bundesliga

HSV hat ein Sturmproblem: Bekommt Hecking Geld für Neue?

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Dieter Hecking musste nach der 1:2-Niederlage des Hamburger SV in Osnabrück ein Signal setzen.  Genauer gesagt: Partei ergreifen für einen seiner Spieler.

„Die Art und Weise, wie nach dem Spiel gegen Dresden und im Vorfeld des Osnabrück-Spiels über Bobby Wood berichtet wurde, geht nicht. Wir können uns nicht nur auf ihn stürzen, weil er vielleicht ein bisschen mehr Geld verdient als andere. Das sind Dinge, die ich nie akzeptieren werde“, sagte Dieter Hecking. Der US-Amerikaner leitete mit einem Fehlpass die Führung der Osnabrücker ein und wurde bereits zur Halbzeit beim Hamburger SV ausgewechselt. Der 55-Jährige stellt sich nun aus Solidarität, aber auch aus einem Mangel an Alternativen vor Wood. Denn: Auch die weiteren Angreifer Lukas Hinterseer und Martin Harnik treffen nicht! Der HSV ist seit einem Monat ohne Stürmer-Tor.

Hecking zurückhaltend bezüglich Wintertransfers

Im Hintergrund laufen bereits Überlegungen, wie der Kader im Winter verstärkt werden kann. Hecking jedoch äußert sich zu diesem Thema noch zurückhaltend. „Dem Thema werden wir uns nach den nächsten drei Spielen stellen, in welcher Form auch immer wir denken den Kader sinnvoll zu ergänzen.“ Das klang im Sommer noch anders. Da hatte sich der Cheftrainer noch kurz vor dem Ende des Transferfensters für weitere Neuzugänge stark gemacht. Inzwischen hat aber auch er verstanden, dass die finanzielle Lage beim HSV keinen Raum bietet, die Mannschaft in der Spitze zu verstärken. Außerdem sind auf dem Markt im Winter selten bezahlbare Spieler dabei, die in guter Form sind oder über viel Spielpraxis verfügen. Mit den Verkaufskandidaten in den eigenen Reihen, zum Beispiel Kyriakos Papadopoulos, wird der HSV zudem eher keine Erlöse erzielen. Hecking wird wohl hoffen müssen, dass der vorhandene Kader bis zum Saisonende durchhält.

About Daniel Jovanov

Daniel Jovanov zählt zu den führenden Reportern in Sachen Hamburger SV. Er berichtet unter anderem für die ZEIT und NDR.de. Seit Sommer 2019 zählt er auch zum Autorenteam von fussball.news. Sein Buch über den HSV „Der Abstieg: Wie Funktionäre einen Verein ruinieren“ (Rowohlt-Verlag; 2018) zählte zu den Bestsellern im Bereich Fußball-Bücher.

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