2. Bundesliga

HSV-Fan Baumgart will dem Tabellenführer mit Paderborn ein Bein stellen

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Am heutigen Freitagabend (18:30 Uhr) empfängt der Hamburger SV den SC Paderborn am 16. Spieltag der 2. Bundesliga. Das Duell zwischen dem Bundesliga-Absteiger und dem Drittliga-Aufsteiger ist vor allem für Steffen Baumgart ein besonderes. Die Vorschau von fussball.news.

Der Gäste-Trainer ist bekennender HSV-Fan und drückt dem Tabellenführer mit Ausnahme der direkten Aufeinandertreffen in der Mission Wiederaufstieg die Daumen. „Es ist der Verein aus meiner Kindheit“, so der Ex-Profi vor der Partie. „Seit 1980 fiebere ich mit. Ich freue mich darauf, erstmals da an der Linie stehen zu dürfen.“ Der 46-Jährige reist gleichwohl natürlich nicht als Punktelieferant in die Hansestadt.

Baumgart will mutigen SCP

Dafür gibt es auch gar keinen Grund, schließlich übertreffen die Ostwestfalen als aktueller Tabellen-9. klar die Erwartungen. Drei Auswärtssiege sind dem SCP schon gelungen, darunter das 5:3 beim 1.FC Köln als Mutmacher für den Auftritt in Hamburg. „Wir erwarten ein Spiel, in dem wir unsere Möglichkeiten bekommen werden, wenn wir mutig spielen“, gibt sich Baumgart deshalb durchaus angriffslustig. Freilich weiß er aber auch um die Schwere der Aufgabe, zumal der HSV seit dem Trainerwechsel zu Hannes Wolf sehr stabil aufgetreten ist.

Pollersbeck noch fraglich

Im Vergleich zum 2:2 im Ostwestfalen-Duell mit Arminia Bielefeld am vergangenen Spieltag muss Baumgart derweil nur auf einer Position umbauen. Bernard Tekpetey muss wegen der 5. Gelben Karte zuschauen. Klaus Gjasula könnte seine Position im zentralen Mittelfeld übernehmen. Der HSV kann derweil vermutlich auf die siegreiche Elf aus dem Auswärtsspiel beim FC Ingolstadt (2:1) zurückgreifen. Nur der Einsatz von Torhüter Julian Pollersbeck steht wegen Rückenproblemen noch auf der Kippe. Wolf will kurzfristig entscheiden, nötigenfalls käme Tom Mickel zu seinem Saisondebüt.

HSV nur auf Platz zehn in der Heimtabelle

Der HSV hat unter Wolf eine nahezu makellose Bilanz, spielte nur gegen Union Berlin unentschieden (2:2). Der späte Punktverlust gegen die Köpenicker steht allerdings exemplarisch: Vor heimischem Publikum spielen die Hanseaten noch nicht wie der klare Aufstiegsfavorit. Platz zehn in der Heimtabelle ist ein kaum akzeptabler Rang, auch wenn der letzte Heimsieg gegen Köln drei überaus wichtige Punkte brachte. Wolf weiß um die Schwäche des HSV im eigenen Stadion und warnt auch deshalb vor dem Gegner vom Freitagabend.

Augen auf Klement

„Das ist eine Mannschaft, die richtig was entwickeln kann“, lobte er Paderborn vor der Partie. „Du brauchst da schon eine Top-Leistung.“ Der Gast sei vor allem in Puncto Gegenpressing sehr unangenehm, spiele zudem zielstrebig und dynamisch nach vorn. Besonders Augenmerk müsse seine Mannschaft dabei auf Philipp Klement werfen. Mit neun Toren und drei Vorlagen erlebt der 26-Jährige seinen Durchbruch in der 2. Bundesliga. „Wir dürfen nicht viele Pässe auf ihn zulassen“, so Wolf. Auch Standards in Strafraumnähe muss der HSV verhindern: Der Linksfuß hat bereits vier Freistöße versenkt.

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