Bundesliga

Hradecky: Pokalhalbfinale weckt große Emotionen

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Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Die Frankfurter Eintracht steht am Mittwoch (20.45 Uhr) vor einem emotionalen Duell im DFB-Pokal-Halbfinale beim FC Schalke 04. Das gesamte Umfeld der Hessen träumt vom erneuten Einzug ins Finale und der damit verbundenen Reise nach Berlin. Torhüter Lukas Hradecky erinnert sich an das vergangene Jahr zurück und formuliert das Ziel.

Gegen Borussia Dortmund schnupperten die Frankfurter lange Zeit am ersten Pokalsieg nach 1988, doch am Ende setzte sich der Favorit mit 2:1 im Olympiastadion durch. Hradecky sprach im kicker dennoch von einem der „größten Spiele meines Lebens – mit den Fans und dem ganzen Drumherum. Da bekommt man Gänsehaut.“ Das Spiel sei ergebnistechnisch zwar unglücklich ausgegangen, „aber was auf der Tribüne los war, das will ich noch einmal erleben – am liebsten als Sieger.“ Die Eintracht sei erneut nah dran und jeder im Team wolle „den Pokal gewinnen. Ich setze alles daran, dass wir das schaffen.“

Hradecky als tragische Figur im Finale

Im Vorjahr wurde der Finne zur tragischen Figur in der Hauptstadt. Der 28-Jährige führte die Hessen mit starken Leistungen in den Runden zuvor überhaupt bis ins Finale, doch dann patzte er entscheidend und verursachte den Elfmeter, der anschließend von Pierre-Emerick Aubameyang verwandelt wurde. „Das hat natürlich wehgetan, ging aber relativ schnell vorbei. Man hätte die Geschichte anders als mit mir als Antiheld schreiben können, aber so etwas passiert einfach im Fußball. Man muss das so nehmen wie alle anderen Fehler, die ich gemacht habe und noch machen werde.“

Erinnerungen an die vergangene Saison

Die aktuelle Pokalsaison lief bislang noch verhältnismäßig ruhig ab, Hradecky bekam gegen Erndtebrück (3:0), Schweinfurt (4:0), Heidenheim (2:1 n.V.) und Mainz (3:0) nur sehr wenig zu tun. Dies könnte sich am Mittwoch gegen Schalke ändern, die Gelsenkirchener spielen eine bislang starke Saison und stehen in der Bundesliga auf dem zweiten Platz. Vor einem Jahr hieß der Gegner Borussia Mönchengladbach und die Eintracht war im Borussia-Park ebenfalls kein Favorit. Doch auch dank Hradecky, der im Elfmeterschießen zweimal parierte, konnten „wir als Underdog die Saison durch den Einzug ins Pokalendspiel zu einer sehr guten machen – das haben wir geschafft.“ Eine Wiederholung dieses Erfolgs würde in den hektischen Tagen rund um den Abgang von Trainer Niko Kovac zum FC Bayern München für die nötige Ruhe im Endspurt.

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