Eintracht Frankfurt

Hoffnung auf Tickets in London? Eintracht wird in Berufung gehen!

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Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Eintracht Frankfurt reagierte vergangene Woche geschockt auf das Urteil der Uefa. Der Verband griff nach den erneuten Fan-Vorfällen bei Vitoria Guimaraes und sperrte das Kontingent für Auswärtstickets bei Standard Lüttich und Arsenal. Vorstand Axel Hellmann kündigte nun an, die Strafe bezüglich London nicht einfach hinzunehmen.

„Wir werden gegen das London-Urteil in Berufung gehen“, sagte Axel Hellmann auf Nachfrage von fussball.news. Das „Timing“ sei dabei entscheidend: „Da gibt es einen Ansatz, den wir wählen.“ Was war passiert? Beim Auswärtsauftritt von Eintracht Frankfurt bei Vitoria Guimaraes hatten sich die Fanlager mit Sitzschalen beworfen, auch Polizei und Ordnungskräfte blieben davon nicht verschont. Für die UEFA war das Fass nun übergelaufen, bereits am 10. Januar dieses Jahres war die Eintracht wegen der Vorfälle bei Lazio Rom zu dem Zuschauer-Ausschluss auf Bewährung verurteilt worden. Die Bewährungszeit wurde auf zwei Jahre festgelegt.

Schon gegen Lüttich blieb ein Block gesperrt

Zweimal drückte der Verband danach die Augen noch zu und sprach einzig Geldstrafen aus: Im Achtelfinale bei Inter Mailand (1:0) wurden Leuchtspuren abgefeuert, beim Auswärtsauftritt in den Playoffs bei Racing Club Straßburg (0:1) Pyro gezündet. Im Rückspiel gegen den französischen Vertreter (3:0) war es dann erstmals so weit, gegen Standard Lüttich wurde der VIP-Block der Eintracht sanktioniert und ausgeschlossen. Der Grund: Von dort hatten unbekannte Personen das Schiedsrichtergespann beim Verlassen des Spielfelds durch den Spielertunnel mit Gegenständen beworfen.

Hellmann will (noch) nicht über die Fans diskutieren

Die Liste der Verfehlungen war also lang, die Strafe in der Summe konsequent. Ob gleich beide Auswärtspartien in Lüttich und bei Arsenal betroffen sein müssen, gilt es nun aber zu hinterfragen. Eine generelle Debatte über das Verhalten der Fanszene wollte Hellmann nach dem 2:1-Erfolg gegen Standard aber nicht anstimmen: „Öffentlich haben wir zunächst kein großes Sendungsbewusstsein, das ist intern aber anders.“

Anhänger stehen in der Kritik

Aktuell sei dies aber nur eine „theoretische Diskussion“, die erst dann konkretisiert werde könne, wenn es doch noch Karten für die Begegnung in London geben sollte: „Dann können wir das besprechen.“ Sollte die Eintracht die K.o.-Phase erneut erreichen, dann werde das weitere Vorgehen „erneut diskutiert“. Unter anderem der kicker forderte etwa in einem Kommentar: „Da es in der Fanszene an Einsicht mangelt, wie eine infantile Stellungnahme dokumentiert, müssen die Bosse nun durchgreifen und Privilegien der Ultras, allen voran bei der Kartenvergabe, abschaffen.“ Hellmann betonte allerdings, dass dies in der aktuellen Lage nur eine „reintheoretische Debatte“ sei.

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