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2. Bundesliga

Hoffmann: „Du kannst dir nicht auf Knopfdruck eine erstligareife Mannschaft zusammenkaufen“

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Nachdem der erste Anlauf mit dem Wiederaufstieg in die Bundesliga für den Hamburger SV in der vergangenen Saison nicht funktioniert hat, starten die Norddeutschen nun einen neuen Versuch.

Als Tabellenführer der Zweiten Liga ist der Hamburger SV derzeit auf Kurs in Richtung Bundesliga. Mit Trainer Dieter Hecking und Sportvorstand Jonas Boldt stellte man sich zudem nach dem verpassten Wiederaufstieg im Sommer sportlich neu auf. „Wir haben gesagt, wir müssen uns noch einmal komplett neu erfinden“, so Bernd Hoffmann, Vorstandsvorsitzender des Hamburger SV,  im Interview mit der Bild. „Wir sind sehr froh, dass es so aussieht, dass es die richtigen waren“, ergänzte Hoffmann. Nach den Krisenjahren ein erneuter Einschnitt, der nötig war. „Der HSV hat sich in den vergangenen Jahren nicht dadurch ausgezeichnet, dass er besonders einfach zu führen ist. Ganz häufig war der Klub ein fiebriges Gebilde“, so Hoffmann. Entsprechend sei in der Personalie Hecking vor allem auf Kompetenz, Erfahrung und Stabilität gesetzt worden.

Keine großen Sprünge im Falle eines Aufstieges

Doch selbst beim Erreichen des Zieles Aufstieg müsse man in Hamburg zunächst kleine Brötchen backen. Der Vorstandschef macht dafür vor allem die große Lücke, die zwischen der Ersten und Zweiten Liga klafft, verantwortlich: „Die Leistungsfähigkeit ist in den vergangenen zehn Jahren immer weiter auseinander gegangen. Du kannst dir nicht auf Knopfdruck eine erstligareife Mannschaft zusammenkaufen.“ Stammspieler aus Freiburg, Mainz oder Düsseldorf zu verpflichten sei laut Hoffmann „ausgeschlossen“. Der Nachholbedarf nach dem Abstieg 2018 sei groß. Auch außerhalb des Profikaders, der laut der Bild bei einem Aufstieg mit einem Etat von rund 40 Millionen beziffert wäre. Vor allem im Nachwuchsbereich wolle der HSV optimieren: „Josha Vagnoman und Jonas David müssen als Beispiele dafür dienen, dass man jedes Jahr zwie Spieler aus dem Nachwuchs an die Profi-Mannschaft heranführt.“ Das habe in den vergangenen Jahren gefehlt. Ebenso wie in Sachen Volksparkstadion, das die Anforderungen für die EM 2024 aktuell noch nicht erfüllt. Viel Arbeit für Hoffmann, auch und vor allem gerade bei einem Aufstieg der Hamburger. Ein Hoffnungsschimmer in alldem könnte sein, dass der finanzstarke Investor Klaus-Michael Kühne bei einer weiteren positiven Entwicklung des HSV wohl auch wieder den Geldbeutel zücken dürfte. Im Sommer noch machte er klar, dass er vorerst kein Geld mehr zur Verfügung stelle. 

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