Bundesliga

Hoeneß rudert in allen Belangen zurück: Titel keine Pflicht mehr – Sorry an Bernat

on

Der FC Bayern hat am Mittwochabend einen Pflichtsieg in der Champions League gelandet. Nach dem 2:0 gegen AEK Athen geht der Blick beim Rekordmeister zum Bundesliga-Gipfel bei Borussia Dortmund. Präsident Uli Hoeneß ließ noch in der Mixed Zone mit überraschenden Aussagen aufhorchen.

„Man kann ja nicht nach Dortmund fahren und sagen, dass man einen Dreier einfahren will“, so der 66-Jährige. „Wir fahren nicht als Favorit nach Dortmund, sondern zum ersten Mal seit langer Zeit als Außenseiter.“ Damit stimmte der Präsident seinem Trainer Niko Kovac zu, der die Favoritenrolle ebenfalls bei den Gastgebern sieht. Der BVB spiele eine starke Saison und habe vier Punkte Vorsprung, erklärt Hoeneß seine Haltung. Der eigenen Mannschaft fehle eine gute Portion Selbstbewusstsein.

Hoeneß fordert Geduld

„Wir haben nicht gut gespielt die letzten vier, fünf Wochen und jedes schlechtere Spiel zieht dich ein bisschen mehr runter. Und auch Spieler, die so große Erfahrung haben, lassen sich offensichtlich davon beeinflussen.“ Gegen Athen war den Münchnern der erste Heimsieg seit dem 15. September gelungen. Hoeneß fordert größere Geduld im Umgang mit der Mannschaft. Sie befinde sich im Umbruch. „Wir haben einen jungen Trainer, der sich hier reinarbeiten muss“, so der Ex-Profi außerdem.

Bayern geht ohne Titel nicht unter

Der sonst so forsche Bayern-Präsident deutete sogar an, dass eine titellose Saison denkbar sei. „Wir sind nicht so arrogant, wie ihr alle glaubt. Die Meisterschaft würden wir gerne immer haben, aber wenn es mal nicht so ist, wird der FC Bayern nicht untergehen.“ Kein Umdenken hat bei Hoeneß allerdings in Bezug auf die denkwürdige Pressekonferenz aus dem Oktober stattgefunden. Die Enthüllungen von Football Leaks im Nachrichtenmagazin Spiegel bestätigen den 66-Jähren sogar noch in seiner Medienschelte.

Bei Bernat würde Hoeneß andere Worte wählen

Einzig die Aussagen zu Ex-Spieler Juan Bernat bereut er in der Rückschau. „Das eine oder andere Wort, das ich gebraucht habe, würde ich so nicht mehr wählen. Es hat mir sehr leid getan, ihn beleidigt zu haben, seine Spielweise in einem Spiel. Das würde ich so nicht mehr machen.“ Hoeneß hatte dem spanischen Linksverteidiger bei einem Champions-League-Spiel beim FC Sevilla eine derart schlechte Leistung attestiert, dass dort entschieden worden sei, den Spieler zu verkaufen. „Einen Scheißdreck“ habe Bernat damals gespielt. Für die Wortwahl hatte der Bayern-Boss seinerseits große Kritik einstecken müssen.

About Lars Pollmann

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.