Bundesliga

Hoeneß erinnert Elferschießen im Finale Dahoam: Wie Bayern Neuer „als Torwart fertig machte“

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Das verlorene ‚Finale Dahoam‘ in der Champions-League-Saison 2011/12 gilt als vielleicht bitterste Niederlage in der Historie des FC Bayern. Vor heimischem Publikum unterlag der Rekordmeister seinerzeit im Elfmeterschießen dem FC Chelsea. Manuel Neuer parierte den ersten Versuch der Londoner, dennoch sieht Uli Hoeneß in seiner Person den Schlüssel zur Niederlage.

Dabei ist der heutige Ehrenpräsident aber natürlich weit davon entfernt, die Schuld beim Keeper zu suchen. Vielmehr sei er Opfer einer schlechten Entscheidung geworden, sagt Hoeneß in der Amazon-Doku ‚SCHW31NS7EIGER‘ über die Karriere von Bastian Schweinsteiger. „Indem Manuel Neuer benannt wurde, haben wir ihn als Torwart fertig gemacht“, so der damalige Manager des FC Bayern. Neuer habe sich nicht auf seine Hauptaufgabe konzentrieren können, weil er zu den Schützen gehörte, meint Hoeneß.

„Das hätte man nicht machen dürfen“

„Er hat hinten drin gehabt: ‚Ich habe in meinem Leben noch nie einen Elfmeter geschossen in einem wichtigen Spiel und jetzt muss ich einen schießen später‘. Das hat sein Elfmeterschießen kaputt gemacht, das hätte man nicht machen dürfen“, ist Hoeneß Jahre später überzeugt. Anders als Ivica Olic und Schweinsteiger versenkte Neuer seinen eigenen Versuch vom Strafstoßpunkt, konnte jedoch nur den Schuss von Juan Mata zum Auftakt des Elfmeterschießens halten. Von der Hoeneß-Theorie scheint der Nationaltorwart aber nicht sonderlich überzeugt. Zwar sei es nicht sein „Wunschtraum“ gewesen, als Schütze zum Zug zu kommen. Eine große mentale Belastung stellte Neuer bei sich aber nicht fest. „Ich konnte mich konzentrieren“, versichert er.

About Lars Pollmann

Lars Pollmann begann sein Autorendasein als englischsprachiger Blogger (Bleacher Report, Yellowwallpod). Seit 2018 zählt er zur Redaktion von fussball.news. Seine Leidenschaft gehört darüber hinaus dem italienischen Fußball (vor allem Inter Mailand) sowie dem Radsport.

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