Bundesliga

Höler erklärt sein Traumtor

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Es war das Highlight eines rundum gelungenen Freiburger Abends: Das Traumtor Lucas Hölers aus 45 Metern zum 3:1 gegen Borussia Mönchengladbach. Was im Spiel einmalig aussah, ist allerdings Resultat harter Trainingsarbeit.

Es läuft die 94. Minute in der Partie des SC Freiburg gegen Borussia Mönchengladbach: Gladbachs Torhüter Yann Sommer will den Ball schnell nach vorne schlagen, um seiner Mannschaft beim Stande von 1:2 noch einen Angriff zu ermöglichen. Doch der Ball rutscht dem Schlussmann über den Spann und landet an der Mittellinie bei Freiburgs Lucas Höler. Der Stürmer zögert nicht lange, nimmt den Ball kurz an und schließt direkt – über den überraschten Sommer senkt sich die Kugel ins Tor zum 3:1. Wie dieses Tor zustande kam, das erklärte der Schütze nun gegenüber der Bild am Sonntag: „Ich wusste, ich muss den jetzt kurz kontrollieren und direkt draufknallen, sonst ist Sommer schnell wieder im Tor.“ An ein Erfolgserlebnis glaubte der 24-Jährige zunächst nicht: „Ich hatte kurz Sorge, dass er sich vielleicht noch rausdreht. Aber dann war ich überglücklich, dass er reingegangen ist. So ein Tor gibt mir Kraft.“

Höler hat in Sandhausen geübt

Es war das erste Saisontor des Stürmers, der bislang hinter Florian Niederlechner, Nils Petersen und Luca Waldschmidt nur als Joker zum Einsatz kam. Ein Produkt des Zufalls war der Treffer allerdings dennoch nicht, wie Höler erklärte, in Sandhausen habe er solche Schüsse im Training geübt. „Tatsächlich war es dort so, dass der Trainer sich nach dem Training öfter mal einen Scherz erlaubt hat. Der hat alle Mann an der Mittellinie aufgestellt und dann sollten wir mit Dropkick ins Tor schießen.“ Dabei war die „Strafe“ für nicht erzielte Tore sicher auch eine Extramotivation: „Die letzten beiden mussten ein Lied vorsingen vor der ganzen Mannschaft“, verriet Höler. Weniger gute Laune als der Schütze des dritten Freiburger Treffers hatte der Leidtragende – Gladbachs Torhüter Yann Sommer. „Natürlich wurmt mich das, auch wenn das in der letzten Sekunde war. Aber der Freiburger hat den Ball auch nicht so schlecht getroffen“, sagte er an gleicher Stelle.

About Stefan Katzenbach

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