Bundesliga

Herthas neuer Konkurrenzkampf – auf vier Positionen wird es knallen

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Hertha BSC legte einen sensationellen Saisonstart hin und die Formkurve scheint nicht nach unten zu zeigen. Ein Grund dafür ist der diesjährige Konkurrenzkampf in Berlin.

„Das ist sehr schwer. Wenn ich irgendwann im Krankenhaus lande, dann weil ich deswegen Bauchschmerzen bekommen habe“, sagte Herthas Trainer Pal Dardai vor wenigen Wochen über die Nominierungen für den Spieltagskader. Der Ungar erlebt einen noch in dieser Form noch nie dagewesenen Konkurrenzkampf in seiner Mannschaft und hat Woche für Woche die Qual der Wahl, welche 18 Spieler er für die kommende Partie mitnimmt. Nach der Länderspielpause deuten sich weitere direkte Duelle um Positionen im Kader und der Startelf an. fussball.news stellt die vier heißesten Duelle zwischen zwei Hertha-Akteuren vor.

Plattenhardt vs. Mittelstädt

Bereits zum zweiten Mal infolge wurde Marvin Plattenhardt nicht für die deutsche Nationalmannschaft nominiert. Das hängt mit den bisher überschaubaren Leistungen des WM-Fahrers zusammen, denn wirklich überragen konnte der Linksverteidiger bisher nicht. So kam es auch, dass Konkurrent Maxi Mittelstädt im wichtigen Spiel gegen den FC Bayern München (2:0) den Vorzug bekam und eine auffällig starke Leistung zeigte. Das 21-jährige Eigengewächs scheint sich immer näher an die Stammelf zu spielen und Plattenhardt wird mit seinen letzten Darbietungen kein allzu großes Hindernis sein. Dardai hat nun in jedem Spiel die Wahl, vom Stil des Gegners abhängig zu machen, welchen der beiden Linksverteidiger er einsetzt. So ist jede Woche eine entscheidende für die Einsatzzeiten von Plattenhardt und Mittelstädt.

Skjelbred vs. Darida

Als Ersatz des verletzten Marko Grujic machte Per Skjelbred eine gute Figur. Mit dem Norweger, der zuvor gar keine Rolle spielte, konnten die Berliner gegen den FC Bayern und Mainz 05 (0:0) insgesamt vier Zähler holen. Durch seinen hohen Laufaufwand und unbedingten Willen verleiht der 30-Jährige seiner Mannschaft eine große Zähigkeit. Es ist allerdings sehr wahrscheinlich, dass Vladimir Darida für die kommende Begegnung beim SC Freiburg erstmals in dieser Saison im Kader stehen wird – der Tscheche fiel bisher verletzungsbedingt aus. Darida passt besser als Skjelbred in das neue, spielerisch so starke Mittelfeld der „alten Dame“ und hat so natürliche Vorteile. Dennoch muss er zunächst an dem formstarken Norweger vorbeikommen, sodass ein heißer Kampf um die Positionen in der Berliner Zentrale ausbrechen wird.

Dilrosun vs. Leckie

Javairo Dilrosun kann aktuell als Senkrechtstarter der Bundesliga bezeichnet werden. In sechs Spielen für Berlin verzeichnete der 20-jährige Niederländer zwei Tore sowie drei Vorlagen und ist somit ein Hauptgrund für den starken Saisonstart der Blau-Weißen. Wenn man bedenkt, dass er zuvor noch keine einzige Profi-Minute sammeln konnte, ist seine bisherige Darbietung noch umso beeindruckender. Mit Mathew Leckie ist vor zwei Wochen jedoch ein starker Konkurrent in den Kader zurückgekehrt. Auch der Australier hatte wochenlang mit einer Verletzung zu kämpfen, konnte sich aber bereits über zwei Joker-Einsätze empfehlen. Klar ist, dass Leckie Ansprüche auf die Startelf stellt und weiß, dass Pal Dardai ihn für seinen hohen Spielaufwand schätzt. Klar ist auch, dass Dilrosun mit seiner wenigen Erfahrung nicht konstant hohe Leistungen zeigen wird und so wird Leckie auf den Einbruch des Juwels lauern.

Selke vs. Ibisevic

Der Schock war groß, als sich Davie Selke in der Saisonvorbereitung schwer an der Lunge verletzte und für lange Zeit ausfallen würde. Konkurrent Vedad Ibisevic hatte eine schwache Vorsaison gespielt und mit seinen 34 Jahren ist auch keine Leistungsexplosion erwartbar gewesen. Seine fünf Tore in den ersten acht Pflichtspielen zeigen jedoch, dass mit dem Mannschaftskapitän noch absolut zu rechnen ist. Ibisevic spielt eine bisher herausragende Saison und ist aktuell nicht zu verdrängen. Dennoch kann der Bosnier jederzeit in eine erneute Torkrise rutschen und dann wird Selke zur Stelle sein müssen. Der 23-Jährige ist seit einigen Wochen wieder im Kader, kommt bislang aber nicht über Einwechslungen hinaus. Im Testspiel gegen Regionalligist SV Babelsberg konnte Selke allerdings zwei Tore erzielen und zeigt sich somit bereit für dem Kampf um den Startelfplatz in Herthas Mittelsturm.

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