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Herthas größter Gewinner der Vorbereitung heißt Darida

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Er schien bereits abgeschrieben, doch ein herausragendes Fitnesslevel und eine starke Vorbereitung haben Vladimir Darida bei Hertha BSC zurückgebracht. Nun steht sogar ein Platz in der Startelf in Aussicht.

„Vladi bereitet mir schlaflose Nächte. Er drängt sich auf“, hatte Hertha-Trainer Ante Covic vor kurzem über die starke Form des tschechischen Mittelfeldspielers und der daraus entstandenen Konkurrenzsituation im Berliner Mittelfeld gesagt. Vor der nun überstandenen Saisonvorbereitung wurde Darida von zahlreichen Medien noch als einer der größten Verkaufskandidaten der „Alten Dame“ genannt, seine Zeit in der Hauptstadt schien abgelaufen zu sein.

Eineinhalb zähe Jahre

Die vergangenen zwei Jahre liefen äußerst unglücklich für den tschechischen Fußballer des Jahres 2017. Immer wieder hatte Darida mit langwierigen Verletzungen zu kämpfen, die ihn teilweise für Monate außer Gefecht gesetzt hatten. So stand er in der Saison 2017/18 nur noch 18 Mal in der Berliner Startelf, in der vergangenen Spielzeit sogar nur noch dreimal. Die hohe Verletzungsanfälligkeit hat Darida den Rhythmus und die Sicherheit auf dem Feld gekostet, denn stand der Mittelfeldspieler auf dem Platz, so konnte er längst nicht mehr den Unterschied machen, wie zu seiner Anfangszeit in Berlin. Herthas damaliger Trainer Pal Dardai sah sich gezwungen, das Mittelfeld umzubauen und nicht mehr auf Darida zu vertrauen. Immer wieder forderte der Ungar eine Leistungssteigerung seines Schützlings, doch drei Vorlagen und kein Tor in den letzten zwei Saisons hatten eine klare Sprache gesprochen . „Ich wünsche Vladi viel Glück und eine bessere nächste Saison. Seine letzten eineinhalb Jahre waren sehr zäh. Er konnte nie den richtigen Vladimir zeigen, er war immer angeschlagen“, so Dardai im kicker.

Darida verzichtete auf Urlaub

Der vor ein paar Tagen 29 Jahre alt gewordene Mittelfeldspieler ist in dieser Zeit auf das Abstellgleis geraten. Mit der Verpflichtung von Eduard Löwen (für sieben Millionen aus Nürnberg) und der erneuten Leihe von Marko Grujic schien das Schicksal Daridas besiegelt. „Ich wollte Berlin nie verlassen“, stellt er im B.Z.-Interview klar, „Ich wusste, dass ich der Mannschaft helfen kann. Die letzte Saison war die schwerste Zeit meiner Karriere. Ich hoffe, dass ich das nie mehr erleben muss.“ So hatte Darida bereits vor der Saisonvorbereitung individuell trainiert und kam bereits mit einem sehr guten Fitnesslevel zum Mannschaftstraining. Der Lohn: von den insgesamt sieben Spielern, die um die drei Mittelfeldpositionen im 4-3-3-System von Trainer Covic konkurrieren, hat sich in der Vorbereitung niemand so stark präsentiert wie der Tscheche.

Daridas Traum

So wird Darida im kommenden Pokalspiel gegen den VfB Eichstätt (Sonntag, 15.30 Uhr) mit großer Wahrscheinlichkeit in der Startelf stehen. Kann er die Eindrücke aus der Vorbereitung bestätigen, so stehen ihm auch für die Bundesliga alle Türen offen. Darida, der im Juni zum ersten Mal Vater geworden ist, hat ein großes Ziel: „Ich habe den großen Traum, dass ich eines Tages mit meinem Sohn in die Ostkurve gehe und mit den Fans einen Hertha-Sieg feiern kann. So machen es ja schon einige Teamkollegen bei uns. Dieser Gedanke hat sich eingebrannt. Aber noch ist mein Sohn zu klein“, erzählte er der B.Z.

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