Bayer 04 Leverkusen

Herrlich stellt die Mentalitätsfrage

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Bayer Leverkusen hat am Sonntag einen erneuten herben Rückschlag hinnehmen müssen. Die Werkself ging sang- und klanglos mit 0:3 bei RB Leipzig unter und liegt nur noch drei Punkte vor dem Tabellenende. Heiko Herrlich gibt sich weiter kämpferisch, stellt aber die Mentalität seines Teams in Frage.

„Für uns ist es unbegreiflich, warum man so in das Spiel geht“, so der Trainer am Montag in einer Presserunde. Seiner Mannschaft habe von Spielbeginn an die nötige Spannung gefehlt. Bei Ecken habe sie Luftzweikämpfe geradezu verweigert, „bezeichnend auch, dass wir nach drei Einwürfen die Gegentore bekommen“. Die Hoffnung, der 1:0-Erfolg gegen den FC Zürich in der Europa League am Donnerstagabend könne Kräfte freisetzen, bestätigte sich zu keinem Zeitpunkt. „Der ausschlaggebende Punkt war, dass wir nicht die Mentalität in den Zweikämpfen hatten“, so Herrlich. „Diese Intensität, die nötig gewesen wäre, um in Leipzig zu punkten.“

„Es ist mir nur teilweise gelungen“

Es sei seine Aufgabe, diese Haltung in seinem Team zu installieren. „Bisher ist es mir nur teilweise gelungen“, so der Ex-Profi selbstkritisch. „Es war wieder ein großer Rückschritt, aber ich werde weiter daran arbeiten, dass es sich verbessert.“ Er fühle sich dabei weiterhin mutig und bei Kräften, die entsprechenden Merkmale in seiner täglichen Arbeit vorzuleben. Der Druck beim Heimspiel gegen den VfB Stuttgart nach der Länderspielpause sei dennoch natürlich hoch, gibt Herrlich zu. Sportchef Rudi Völler hatte den in die Kritik geratenen Cheftrainer nach der Niederlage in Sachsen gestützt und vielmehr die Mannschaft in die Pflicht genommen.

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