Bayer 04 Leverkusen

Herrlich fühlt Bailey nach Jamaika-Streik auf den Zahn

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Bayer Leverkusen muss nach der Länderspielpause eine Aufholjagd starten, wenn die Saisonziele in der Bundesliga nicht schon zu einem frühen Zeitpunkt außer Reichweite geraten sollen. Trainer Heiko Herrlich braucht dafür ein komplett auf den Erfolg konzentriertes Team. Inwieweit diese Fokussierung bei Leon Bailey gegeben ist, bleibt fraglich.

Der Flügelspieler hat während der Länderspielpause mit seiner Weigerung, sein Debüt für Jamaika zu feiern, ordentlich Staub aufgewirbelt. Im Sinne des Mannschaftserfolgs wäre sicher hilfreicher gewesen, die Reise auf einen anderen Erdteil erst gar nicht anzutreten. Herrlich bestätigte am Freitag, seinem in die Schlagzeilen geratenen Ausnahmekönner auf den Zahn gefühlt zu haben. „Wir haben länger zusammengesessen“, zitiert der Kölner Stadt-Anzeiger den Ex-Profi. „Natürlich war es auch ein Hintergedanke von mir, ob er den Kopf frei hat. Das Gefühl hatte ich schon.“

Bestform zwischen Oktober und Februar

Er stehe „voll hinter Leon“, ließ Herrlich demnach wissen. Schickte aber auch die Warnung hinterher, dass ein solcher Vorfall nicht noch einmal passieren solle. Der Chefcoach der Werkself weiß, dass Bailey in Bestform ein großer Faktor für den erhofften Aufschwung sein könnte. Es sei wichtig, dass der 21-Jährige an seine Leistungen aus der Zeit von Oktober 2017 bis Februar diesen Jahres anknüpfe. In diesen Monaten gelangen dem Linksaußen acht Bundesligatore und drei Vorlagen. In der laufenden Saison ist Bailey eher außer Form. Zuletzt brachte ihn Herrlich zweimal nur für die Schlussphase von der Bank. Leverkusen empfängt am Samstag Hannover 96.

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