Bayer 04 Leverkusen

Herrlich erklärt, warum Jedvaj vor Wendell steht

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Bayer Leverkusen hat am Montagabend beim 1.FC Nürnberg unter widrigen Bedingungen zwei Punkte liegen lassen. Das Tor zum 1:1-Endstand bereitete Wendell mit einer schwachen Klärung an die Strafraumkante unfreiwillig vor. Heiko Herrlich dürfte sich darin bestätigt fühlen, hinten links aktuell auf Tin Jedvaj zu setzen.

„Im Moment fühlt es sich für mich stabiler und sicherer an, wenn Tin links hinten spielt, weil er auch noch unheimlich kopfballstark ist“, zitiert der kicker den Cheftrainer der Rheinländer. „Unser Problem ist einfach, dass wir zu viele Gegentore bekommen haben.“ Viele davon seien über die linke Defensivseite gefallen. Dort gehörte Wendell über Jahre zu den besten Linksverteidigern der Bundesliga. Er war im Kader der Werkself nahezu alternativlos gesetzt. Darin erkennt Herrlich inzwischen ein Problem.

Wendell „total überspielt“

„Er war in einer Phase, in der wir auf seiner Position keine Alternativen hatten, total überspielt“, so der Ex-Profi. „Er hat jedes Spiel gemacht. Da hat man gemerkt, dass er in einem Loch ist.“ An der grundsätzlichen Qualität des Brasilianers zweifelt dabei keiner. Allerdings merkt Herrlich an, dass dessen letzte Torvorlage mehr als ein Jahr her sei. Die offensiven Fähigkeiten überwiegen aktuell nicht die defensiven Mängel. Deshalb spielt Jedvaj wohl auch am Samstag gegen den FC Augsburg auf der linken Seite. Obwohl Sven Bender eine Pause erhalten soll und der Kroate als gelernter Innenverteidiger eine logische Alternative wäre. „Er muss sich sein Selbstvertrauen wieder erarbeiten“, sagt Herrlich zu Wendell. Und kann ihm wohl doch erstmal nicht die Möglichkeit geben, dies auf dem Feld zu tun.

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