Bundesliga

Helmer erinnert: Warum er auf Hoeneß „losgehen wollte“

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Der bevorstehende Abschied von Uli Hoeneß beim FC Bayern stellt für viele Beobachter und insbesondere Wegbegleiter eine echte Zäsur dar. Wie kaum ein anderer Macher hat der Präsident des Rekordmeisters die Bundesliga in den vergangenen Jahrzehnten geprägt. Reibungen bleiben da nicht aus. Thomas Helmer hätte sich sogar einmal beinahe mit ihm geprügelt.

Der Vorfall ereignete sich in der Halbzeit eines Champions-League-Spiels gegen Dynamo Kiew im Jahr 1994. „Wir führten zur Halbzeit 1:0, aber Kiew war gefühlt fünfmal allein auf unser Tor zugelaufen, und hätte eigentlich ein Tor machen müssen“, schreibt Helmer in einer Kolumne für Sport1. Daraufhin sei der damalige Manager Hoeneß in die Kabine gekommen, um das Team „komplett rund“ zu machen, wie der heutige TV-Moderator formuliert. Nach einem Wortgefecht habe er selbst mit einem vollen Getränkebecher nach dem scheidenden Bayern-Boss geworfen, allerdings sein Ziel verfehlt.

„Nie etwas hängengeblieben“

„Daraufhin wollte ich auf ihn losgehen“, so Helmer. Hoeneß sei in die Kabine der Masseure geflohen, während Lothar Matthäus und Trainer Giovanni Trapattoni den Abwehrspieler daran hinderten, ihm hinterher zu jagen. Das Spiel endete mit 1:0, Helmer und Hoeneß suchten in der Folge die Aussprache. „Es ist nie irgendwas hängengeblieben. So ist und so wird Uli Hoeneß immer bleiben.“ Die Anekdote wertet der 54-Jährige als Sinnbild für das, wofür der Präsident in seinen Jahrzehnten in der Schaltzentrale der Münchner gestanden habe. „Herz und Seele hat Uli Hoeneß natürlich wie kein anderer beim FC Bayern verkörpert.“ Bei der Wahl zum Präsidenten im November wird der Ex-Profi nicht mehr antreten.

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