Eintracht Frankfurt

Hellmann nach Weiterkommen gegen Straßburg: „Es war ein Spektakel – aber auch ein Drama“

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Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Eintracht Frankfurt hat die 0:1-Hinspielniederlage gegen RC Straßburg gedreht und ist nach einem 3:0 in die Gruppenphase der Europa League eingezogen. Vorstand Axel Hellmann musste nach Schlusspfiff die Gedanken sortieren, zu emotional waren die 90 Minuten im Waldstadion.

In der 44. Minute erreichte die Stimmung im mit 47.000 Zuschauern besetztem Duell zwischen Eintracht Frankfurt und RC Straßburg endgültig ihren Höhepunkt. Ante Rebic, der das Eigentor zum 1:0 vorbereitete und sehr engagiert auftrat, kam einen Schritt zu spät und erwischte Torhüter Matz Sels noch bei seiner Grätsche. Es war ein schmerzhafter Zusammenprall, aber die unberechtigte Rote Karte brachte die zu diesem Zeitpunkt schon emotionale Atmosphäre zum Überkochen. Makoto Hasebe sah wegen Meckern noch die Gelbe Karte, auch Trainer Adi Hütter sind – wie er auf Nachfrage von fussball.news zugab – „die Gäule“ in diesem Moment durchgegangen.

„Es war ein Spektakel – aber es war auch ein Drama“

Axel Hellmann befürchtete für einen kurzen Moment gar eine komplette Eskalation, die aber bedingt durch die Treffer von Filip Kostic und Danny da Costa ausblieb. Spätestens mit dem 3:0 war die Spannung raus, die Hessen konnten die Partie verdient gewinnen und den Vorsprung souverän verwalten. Bis zu diesem Zeitpunkt aber war die Spannung für alle Beteiligten greifbar. „Es war ein Spektakel – aber es war auch ein Drama“, kommentierte Hellmann einen verrückten Fußballabend gegenüber fussball.news. Drama, baby, drama also im Frankfurter Stadtwald.

Eintracht-Fans entfalten ihre ganze Wucht an Europapokalabenden

Zu diesem Spielverlauf gesellte sich ein Support, der zu diesem Zeitpunkt der Saison wohl nur in den wenigsten Arena vorzufinden ist. Der für das Marketing und die Sponsorenpflege verantwortliche Vorstand hob den Anhang deshalb nach ganz oben: „Ich glaube nicht, dass es irgendein Stadion gibt, dass so eine Wucht in Europa entfesseln kann.“ Er verwies darauf, dass es erst Ende August und nicht schon April oder Mai, wo die großen Entscheidung anstehen, sei.

„Dieses Sieg kann ein entscheidender Wendepunkt sein“

Für Eintracht war der Einzug in die Gruppenphase aus vielerlei Gründen wichtig: Neben der Stimmung im Umfeld stehen da auch „ökonomische Auswirkungen“ auf der Agenda. In der vergangenen Spielzeit spülte das Weiterkommen bis ins Halbfinale rund 20 Millionen Euro in die Kassen der Frankfurter, dazu kommen weitere Werbe- und Zuschauereinnahmen. Doch auch für die Atmosphäre in der Mannschaft war dieser Erfolg wichtig: „Sie kommt hier in einen anderen Flow und entwickelt einen Spirit, den es im normalen Bundesliga-Spielbetrieb so nicht gibt.“ Hellmann vermutete daher: „Dieser Sieg kann für die Saison ein entscheidender Wendepunkt sein. Das war ganz wichtig.“ Jetzt hat der Jurist einen Wunschgegner: „Manchester United! Wir haben hier schon letztes Jahr ziemlich große Teams vom Platz geschickt – Manchester soll die Mannschaft auch mal vom Platz schicken.“

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