Bundesliga

Heldt vertraut Breitenreiter und nimmt Mannschaft in die Pflicht

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Hannover 96 befindet sich in der Krise: Sowohl sportlich, als auch was das gesamte Umfeld betrifft. Manager Horst Heldt nimmer dennoch die Mannschaft in die Pflicht – und schützt Trainer Andre Breitenreiter.

Hannover 96 rutscht nach der 0:2-Niederlage im Heimspiel gegen Hertha BSC immer tiefer in den Keller ab. Weil der VfB Stuttgart zugleich 1:0 gegen den FC Augsburg gewonnen hat, belegen die Niedersachsen den 17. Tabellenrang. Statt eine Wagenburgmentalität herzustellen und den Fokus komplett auf den sportlichen Bereich zu legen, muss Horst Heldt viele Baustellen schließen.

Heldt vergleicht Ablösesummen

Im Mittelpunkt steht allerdings das, was die Profis Woche für Woche auf den Platz bringen. Die Situation vor der Saison war schwierig, mit Salif Sane, Felix Klaus und Martin Harnik hat 96 ein wichtiges Trio für rund 15 Millionen Euro verlassen. Im Rahmen der Möglichkeiten mussten die Hannoveraner das Team verstärken. „Wir haben 17 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben – alleine Alassane Plea hat 23 Millionen Euro gekostet. Da hat ein Spieler mehr als das gekostet, was wir ausgegeben haben“, blickte Heldt im Check24-Doppelpass auf Borussia Mönchengladbach, den Gegner vom vergangenen Spieltag (1:4).

Mannschaft in der Pflicht

Dennoch hätten sich der Manager und Trainer Andre Breitenreiter „nie beschwert!“ Allerdings beinhalte dies die Gefahr, dass getätigte Transfers „nicht so fruchten, wie man sich das erhofft hat.“ Dennoch müssten die Spieler alle Probleme – auch die eines drohenden Lizenzentzugs – ausblenden: „Wir haben viele Aufgeregtheiten, von denen wir uns lösen müssen. Das sind aber keine Alibis für die Mannschaft.“ Er erwarte von sich selbst, von Trainer und Profis, dass sie „die Themen wegblenden.“ Heldt zeigte sich überzeugt: „Das ist möglich! Deshalb thematisieren wir die Probleme nicht als Gründe für den Abstiegskampf.“

Breitenreiter genießt volles Vertrauen

Andre Breitenreiter hingegen genieße weiterhin „volles Vertrauen.“ Einen „Freifahrtschein“ gebe es aber nicht, der Verein brauche Ergebnisse und da „kann sich keiner aus der Verantwortung rausnehmen. Wir müssen in der Gesamt dahin kommen, dass es wieder besser wird.“ Heldt brauche keine Lippenbekenntnisse oder Aussagen nach den Spielen: „Ich erwarte, dass sie das, was sie sagen, auf dem Platz ummünzen.“

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