Bundesliga

Heldt verteidigt Hannover-Neuzugänge gegen Kritik

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Hannover 96 steht vor dem vielzitierten schweren zweiten Jahr in der Bundesliga. Nach dem Aufstieg schafften die Niedersachsen in der Vorsaison problemlos den Klassenerhalt. Doch nach einigen wichtigen Abgängen und einer Sommerpause, die von Themen außerhalb des Platzes beherrscht wurde, steht die von Manager Horst Heldt zusammengestellte Mannschaft unter Druck.

„Wer maßt sich an, unsere Spieler infrage zu stellen?“, fragte der 48-Jährige in Sport Bild rhetorisch. „Wir haben sie aus Überzeugung verpflichtet. Ich denke nicht, dass es eine Resterampe ist, ich mag auch das Wort nicht.“ Experten sehen die Neuverpflichtungen der 96er nach den Abgängen von Leistungsträgern wie Martin Harnik, Felix Klaus oder Salif Sane kritisch. Rund 16 Millionen Euro investierte Hannover in Walace und Genki Haraguchi sowie die Leihspieler Takuma Asano, Kevin Wimmer und Bobby Wood. 

Der Beweis steht aus

Wir haben einen Olympiasieger verpflichtet, wir haben einen WM-Teilnehmer, verpflichtet, wir haben einen Spieler von Arsenal verpflichtet“, verwies Heldt auf Walace, Haraguchi und Asano. „Es sind alles Spieler mit tollen Qualitäten.“ Freilich seien auch Spieler unter den Neuen, die ihr Potential in der Vergangenheit nicht immer abrufen konnte. Dennoch ist der langjährige Bundesliga-Profi überzeugt von der Klasse seiner Mannschaft. „Der Beweis, ob der aktuelle Kader besser ist, ist erst messbar am Ende der Saison. Aber ich habe ein gutes Gefühl, dass wir uns gut aufgestellt haben und dass wir mit dem Kader das erreichen, was wir in der vergangenen Saison geschafft haben.“

Mit Breitenreiter in die Zukunft

Die wichtigste Personalie steht dabei ohnehin nicht auf dem Platz, sondern sitzt daneben. Mit Trainer Andre Breitenreiter will Heldt so schnell wie möglich verlängern. „Das sehen alle im Verein so. Es gab nie andere Gedankengänge. Er ist ein sehr moderner Trainer. Sein Fokus ist darauf fixiert, den Verein nachhaltig zu verbessern.“ Um dieses Ziel zu erreichen, müsse Hannover als Klub wachsen und sich finanziell weiterentwickeln. Teure Missverständnisse wie Stürmer Jonathas, der vergangenen Sommer mit neun Millionen Euro Rekordeinkauf wurde und nun nach Brasilien verliehen wurde, schmerzen dabei sehr. Den Ablöserekord zu brechen „wird sicher ein Thema sein, mit dem wir uns auseinandersetzen müssen, wenn wir den nächsten Schritt angehen wollen“, so Heldt. Die Niedersachsen starten mit einem schweren Auftaktprogramm in die Bundesliga, treffen innerhalb der ersten fünf Spieltage auf Borussia Dortmund, RB Leipzig (Auswärts) und die TSG Hoffenheim.

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