1. FC Heidenheim

Heidenheim – Aue: wessen Serie hält weiter an?

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Mit dem FC Heidenheim und Erzgebirge Aue treffen zwei der formstärksten Teams der zweiten Liga aufeinander. Am Sonntagmittag wollen beide Mannschaften ihre Serie an ungeschlagenen Partien weiter ausbauen.

„Ja, Heidenheim hat einen Lauf, ist seit fünf Spielen ohne Niederlage, besitzt zudem eine starke und sehr variable Offensive. Aber wir fahren nicht zum Spaß da runter. Wir sind auch gut drauf, haben im Oktober sieben Punkte geholt. Wir wollen auch von dort was mitnehmen“, setzte Aue-Verteidiger Dennis Kempe bei tag24.de bereits den Ton für das Aufeinandertreffen mit dem FC Heidenheim. Wie der 32-Jährige bereits anmerkte, begegnen sich am Sonntag (13.30 Uhr) zwei der formstärksten Mannschaften im deutschen Unterhaus. Heidenheim holte aus seinen vergangenen vier Ligaspielen beeindruckende acht Punkte heraus, bei Aue sind es sieben aus den letzten drei Partien. Sollten die Heidenheimer gewinnen, würden sie mit 19 Zählern sehr nahe an die Aufstiegsränge rücken, die Auer würden mit einem Sieg und damit 17 Punkten großen Abstand auf die Abstiegsplätze herstellen.

Heidenheim kann zum stärksten Heimteam werden

In die Serie an ungeschlagenen Spielen reiht sich bei den Heidenheimern zudem der deutliche 3:0-Sieg im DFB-Pokal gegen den SV Sandhausen ein. „Die Ergebnisse und auch die Leistungen waren sehr ansprechend“, sagte Coach Frank Schmidt, warnte jedoch gleichzeitig: „Das ist keine Garantie, dass du automatisch weiter punktest. Das Ziel ist es, uns in der Liga festzubeißen, den Abstand nach unten zu vergrößern.“ Die Schwaben nehmen ihren Gegner aus Aue also vollkommen ernst und können zusätzlich mit einer sehr breiten Brust in das Spiel gehen. In fünf Heimspielen konnte Heidenheim insgesamt zehn Punkte sammeln und sollte am Sonntag der nächste Dreier folgen, stünde man an der Spitze der Heimtabelle. „Wir spielen zu Hause, wir wollen agieren, aber wir müssen aufpassen, dass wir nicht ins offene Messer laufen“, erklärte Schmidt.

Heidenheim setzt auf formstarkes Offensivtrio

Neben der ordentlichen Defensive (erst 13 Gegentreffer), kann Heidenheims Trainer auf seine gefährliche Offensive vertrauen. Allen voran drei Namen machen aktuell auf sich aufmerksam. Nikola Dovedan schoss in den letzten drei Partien drei Tore und legte weitere zwei auf. Der 24-Österreicher ist in seinem zweiten Jahr bei den Schwaben zu einem Leistungsträger geworden. „Ihm ist kein Weg zu weit, die Sachen, die er macht, macht er zu 100 Prozent. Man sieht, dass er unheimlich Bock hat“, lobte Schmidt den Angreifer. Eine ähnliche Entwicklung wie Dovedan hat auch Sturmtank Robert Glatzel genommen, der mit sieben Treffern in nur neun Saisonspielen Heidenheims bester Torschütze ist. Angeführt wird die Mannschaft aber wie seit Jahren von Marc Schnatterer. Fünf Tore und vier Vorlagen belegen einmal mehr den immensen Wert des 32-Jährigen. Trainer Schmidt steht derselbe Kader wie gegen Sandhausen zur Verfügung, eine große Rotation soll es trotz der Pokal-Strapazen nicht geben.

Aue muss seine Auswärtsstatistik aufpolieren

Während der FC Heidenheim stolz auf seine bisherige Heimbilanz blicken kann, wird Aue bei seine Ausbeute in der Fremde Angst und Bange. Gerade einmal vier Punkte in sechs Auswärtsspielen konnten sich die Sachsen sichern. Nun wartet mit Heidenheim laut Trainer Daniel Meyer ein echter „Auswärts-Brocken“. Mut werden die sieben Punkte aus den vergangenen drei Ligaspielen sein, darunter ein Auswärtszähler bei den heimstarken Dresdnern. Zudem konnte beim Sieg gegen Arminia Bielefeld (1:0) zum zweiten Mal in der laufenden Spielzeit die null gehalten werden. „Klar, das wird eine harte Nuss. Heidenheim ist noch knackiger als Bielefeld. Aber wenn wir unseren Plan umsetzen können, werden wir nicht verlieren“, zeigte sich Dennis Kempe daher sehr selbstbewusst.

Aue mit zwei Rückkehrern und spannender Formation

Mit Nicolai Rapp und Calogero Rizzuto kehren zudem zwei wichtige Defensiv-Stützen der „Veilchen“ wieder, die für noch mehr Stabilität sorgen werden. Die Fragen, in welchem System Trainer Daniel Meyer seine Mannschaft auflaufen lassen wird, ist noch offen. Wie so oft, denn der noch junge Übungsleiter steht eine große Varianz an taktischen Formationen. Ob im 3-5-2, 4-1-4-1 oder im eher außergewöhnlichen 3-4-1-2, Meyer macht es seinem Gegenüber nicht leicht. „Da muss man sich auch erst einmal drauf einstellen“, gab Heidenheim-Coach Schmidt zu. „Wir sind Gegner auf Augenhöhe, es wird ein knappes Ergebnis“, prognostizierte Aue-Präsident Helge Leonardt.

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